Spotlight 15/2016: Die Grundlage – der feste Stand

Wer fest steht, den wirft so leicht nichts um: Bezirksapostel Bernd Koberstein (Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland) zeigt eine grundlegende Fähigkeit, um im Glaubenskampf mit Christus zu siegen.

Siegen mit Christus – natürlich wollen wir das! Aber wie? Zunächst ist klar, dass wir aus uns heraus nicht Sieger sein können. Sieger ist allein Jesus Christus, der uns aber Anteil an seinem Sieg schenkt. Doch auch wir haben unseren Beitrag zu leisten, um zu der Anteilnahme am Sieg Christi zu kommen. Und auch dazu schenkt er uns alles Erforderliche. Hinweise und Hilfsmittel bietet uns die Heilige Schrift in Hülle und Fülle. Sogar eine komplette Ausrüstung ist dabei: die Waffenrüstung Gottes. Doch bevor der Epheser-Brief uns von Kopf bis Fuß mit Helm und Stiefel ausstattet, erfahren wir, was viel grundlegender ist als jedes Schwert und jeder Harnisch: „So steht nun fest“ (aus Epheser 6,14).

Ja, klar: Was nützt uns die beste Ausrüstung, wenn wir dem Angriff nicht Stand halten können und zu Boden gehen? Wie sich die Standfestigkeit trainieren lässt, das können wir uns bei Sportlern abschauen. Folgende Elemente sind mir dabei aufgefallen: mit beiden Beinen auf dem Boden stehen, breit aufgestellt sein sowie den richtigen Schwerpunkt finden und das Gleichgewicht halten.

Die feste Grundlage, auf die wir bauen, das ist Jesus Christus. Lasst uns mit beiden Beinen darauf ruhen – mit Herz und Verstand, mit Wort und Tat. Breit aufgestellt, das heißt fest verankert sein im Glaubens- und Gemeindeleben. Wie ein Baum im Erdreich: nicht nur mit wenigen großen, sondern auch mit vielen kleinen und kleinsten Wurzeln.

Und schließlich: Stimmt der Schwerpunkt in unserem Leben? Oder geraten wir schnell aus dem Gleichgewicht? Wer sich Extremen zuneigt, in die eine oder andere Richtung, der verliert leicht die Balance. Der feste Stand, das ist kein Ruhezustand, sondern eine Frage der Aktivität: Haltet die Seele in Bewegung, wie der Sportler seine Muskeln!

Wenn wir auf diese Weise fest stehen, dann können Enttäuschung und Niederlagen unseren Glauben nicht erschüttern. Dann warten wir, wie ein Elia am Berg Horeb, beharrlich darauf, Gottes Nähe zu erleben. Und dann lassen wir uns auch in schmerzhaften Kämpfen nicht niederringen, sondern sagen wie ein Jakob: „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.“

Lasst uns fest stehen im Gottvertrauen. Dann gilt auch uns das Versprechen an das Volk Israel: „Fürchtet euch nicht, steht fest und seht zu, was für ein Heil der Herr heute an euch tun wird“, heißt es in 2. Mose 14,13.14. Denn: „Der Herr wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein.“ Und das unterstreicht die Tatsache, die auch beim Siegen mit Christus gilt: Alles ist der Herr!


Foto: Jessica Krämer

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Bernd Koberstein
23.08.2016
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