Spotlight 6/2017: Die Zeit im Auge behalten

Gott ehren – dafür gibt es in der neuen Schöpfung ausreichend Zeit, oder? Bezirksapostel Urs Hebeisen (Südostasien) entdeckt drei Buchstaben, die die Antwort liefern – eine Besonderheit in der New King James Bibel.

Philipper 4,20, unser Leitwort für dieses Jahr, beginnt in der New King James Version, der gebräuchlichen englischen Bibelübersetzung in unserer Kirche, mit dem Wörtchen „now“. Wir sollen Gott jetzt ehren, in diesem Augenblick. Nicht erst morgen, nicht erst irgendwann in der Zukunft, am Ende unserer Tage, sondern jetzt. Es ist ein dringender Appell. Egal was wir tun, wir wollen es auf eine Art tun, die Gott zur Ehre dient.

Das kann nicht sein, sagt jetzt vielleicht jemand. Es geht ja schließlich nicht nur um heute, sondern um die Herrlichkeit, die für immer und ewig besteht. Ja klar, aber wir müssen jetzt damit anfangen. Wir können uns nicht damit herausreden, dass wir eine ganze Ewigkeit vor uns haben, in der wir Gott ehren können. Heute in der Gegenwart wollen wir für Gott leben, damit wir in der Zukunft bei ihm sein können.

Bei unserem Jahrestreffen der Apostel, Bischöfe, Bezirksämter, und der Führungskräfte der Verwaltung habe ich alle aufgefordert, aufzuschreiben, was es für sie persönlich bedeutet, Gott zu ehren. Unterschiedliche Gedanken kamen zusammen, aber alle stimmten in einem überein: Gott ehren heißt, Gottes Willen tun! Gut auf den Punkt gebracht. Jesus Christus verfolgte keine anderen Ziele als den Willen seines Vaters zu tun. Er wusste: Der Vater will mein Bestes. Er wusste aber auch, dass das oft mit Opfer und Verzicht verbunden ist. Verzicht üben, um seinen Willen zu tun. Wie könnten wir Gott besser ehren?

Bei der Verklärung Jesu konnte Gott der Vater sagen: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!“ (Matthäus 17,5). Bei der Taufe Jesu klang es etwas anders: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Gott hat Wohlgefallen an seinem Sohn, weil Jesus seinen Vater mit all seinem Tun, Denken und Wirken verherrlicht hat. Nichts konnte den Sohn vom Vater trennen.

Ein Bruder schrieb: „Wenn jemand von mir sagt, ‚Ich sei gut‘, macht das meinen Vater auch gut. Ich bin ein Kind Gottes. Ich will Gutes tun und den ehren, dem ich ohnehin alles zu verdanken habe.“



Foto: Michal Voigt

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Urs Hebeisen
21.03.2017
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