„Bleiben im Hause des Herrn“ – das Fünf-Punkte-Programm

Wer sich einen Wunsch erfüllen will, der muss etwas dafür tun. Das gilt auch für jenen großen Wunsch, der es in den Worten des Psalmdichters zum Klassiker des neuapostolischen Liedguts gebracht hat. Hilfestellung gibt das Fünf-Punkte-Programm aus einem Stammapostel-Gottesdienst.

„Eines bitte ich vom Herrn, das hätte ich gerne: dass ich im Hause des Herrn bleiben könne mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn und seinen Tempel zu betrachten.“ - Um dieses bekannte Bibelwort aus Psalm 27,4 drehte sich der Gottesdienst, den Stammapostel Jean-Luc Schneider am 10. Dezember 2015 in der Gemeinde Somerset West in Kapstadt (Südafrika) feierte.

„Wir wissen, dass Gott keinen Tempel braucht, um darin zu wohnen. Wir wissen aber, dass das Haus Gottes der Ort ist, wo wir Begegnung mit Gott haben können“, sagte er. „Wir wollen Gemeinschaft mit ihm haben. Der Wunsch, im Haus des Herrn zu bleiben, allein reicht nicht. Wir müssen etwas dafür tun.“ Was genau zu tun ist, das machte er anhand von fünf Punkten deutlich.

Gottes Güte wahrnehmen

„So wie das Volk Israel zum Tempel ging, um Gott zu danken und Opfer zu bringen, so wollen wir seine Güte erkennen und ihm unseren Dank bringen.“ Aber um Gottes Freundlichkeit auch dauerhaft wahrzunehmen, müsse man sich diese auch immer wieder bewusst machen. „Vergiss nie, was er alles für dich getan hat. Zähl die Gnadengaben“, appellierte der Stammapostel. Das sei die Anstrengung, die es ermögliche, in der Dankbarkeit die Zuwendung Gottes zu erleben.

Um die Erlösung kämpfen

„Wir wollen erlöst werden, und deshalb wollen wir im Haus des Herrn bleiben.“ Durch Jesus Christus sei die Erlösung zwar möglich. Aber um die Erlösung zu erlangen, müsse man sich ebenfalls anstrengen: „Wir müssen uns wehren und entschlossen in unserem Vorsatz sein: ,Ich akzeptiere es nicht, vom Bösen regiert zu werden; ich will ein Überwinder sein.‘“

In der Erkenntnis wachsen

„Wir wollen auch den Segen Gottes. Wir wissen: Gehorsam ist der Schlüssel zum Segen“, sagte Stammapostel Schneider: „Wir kommen in die Gottesdienste und wollen den Herrn hören. Aber das Problem ist folgendes: Sind wir bereit zu lernen?“ Manche Gläubige wollten bei ihrer heutigen Erkenntnis stehen bleiben „oder bei der von vor fünf oder zehn Jahren“. Neue Erkenntnisse wollten sie nicht, weil diese als unbequem empfunden würden. „Wir wollen tiefer in den Willen Gottes eindringen. Bleibt nicht bei den Erkenntnissen von gestern stehen.“

Reue zeigen und Vergebung üben

„Wir wollen im Haus des Herrn bleiben, um Gnade zu erlangen. Und das erfordert eine Anstrengung unsererseits“, machte der Stammapostel deutlich: „Wir müssen bußfertig sein und dem Nächsten vergeben. Das ist nicht so einfach, ich weiß.“ Doch wer die Fülle des göttlichen Segens erleben wolle, der müsse Reue zeigen und Vergebung üben.

Um das Einssein ringen

„Wenn wir im Haus des Herrn bleiben wollen, bedeutet das auch, dass wir Teil von Gottes Volk bleiben wollen.“ Auch dafür müsse man sich anstrengen: „Manchmal müssen wir uns auch mit der Frage beschäftigen: Was ist dir die Einheit im Volk Gottes wert? Was ist dir die Einheit in deiner Gemeinde wert? Auf was bist du bereit dafür zu verzichten?“

„Das Haus Gottes ist auch deshalb so schön, weil wir gemeinsam Heiliges Abendmahl feiern dürfen“, betonte Stammapostel Schneider. „Eine gesegnete Gemeinde ist eine, in der jeder sagen kann: Ich gönne meinem Bruder und meiner Schwester die Vergebung der Sünden; wir alle sind Teil dieses Bundes und gehören zum gleichen Haus, dem Haus des Herrn.“

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Andreas Rother
2.02.2016
Südafrika, Gottesdienst, Stammapostel