Eine neue Welt – „Mensch, das ist machbar!“

Ein Gottesdienst in drei Sätzen: Gott baut – mit und in uns. Wir bauen – mit Gott und miteinander. Und dabei entsteht eine ganz neue Welt. Bausteine aus einem Jugendtag mit dem Stammapostel.

„Ich bau mit dir“ – so lautete das Motto am 18. Juni 2017 in Frankfurt (Deutschland). Darauf baute Stammapostel Jean-Luc Schneider mit dem Bibelwort aus Offenbarung 21,5 auf: „Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!“

Gott baut in uns

„Wir glauben an Gott. Und dieser Gott ist der große Baumeister“:

  • Gott, der Vater, „hat die Schöpfung geschaffen, Himmel, Erde und den Menschen“.
  • Gott, der Sohn, „hat Erlösung geschaffen – durch seine Menschwerdung, durch sein Opfer am Kreuz, durch seine Auferstehung“.
  • Gott, der Heilige Geist, „ist an der Arbeit und will in uns die neue Kreatur aufbauen.“

„Also hat Gott in der Vergangenheit und in der Gegenwart gewirkt“, sagte der Stammapostel. „Er will auch in der Zukunft etwas schaffen und das ist die neue Schöpfung – wo es kein Tod, kein Leid, keinen Schmerz geben wird, wo die Menschen in ewiger Gemeinschaft mit Gott leben werden, wo die Menschen gemeinsam in Frieden und Eintracht wohnen.“

Gott baut mit uns

Am Anfang Himmel und Erde, am Ende der Mensch – so sei die gegenwärtige Schöpfung entstanden. „Für die neue Schöpfung hat Gott das umgekehrt gemacht“, erläuterte der Stammapostel. „Er fängt damit an, den neuen Menschen zu schaffen. Und wenn die Menschen für diese neue Schöpfung bereitet sind, dann schafft er den neuen Himmel und die neue Erde.“

„Er will in uns eine neue Kreatur schaffen, aber das kann er nur mit uns machen.“ Denn: „Ohne unser Mitwirken geschieht da gar nichts. – Das lässt uns Gott ganz frei. ,Willst du oder willst du nicht? Wenn du willst, gebe ich dir die Kraft dazu. Aber du musst die Entscheidung treffen.‘“

Wir bauen mit Gott

Wer sich dafür entscheide, sei kein Utopist, der von einer besseren Welt träume, sondern ein Arbeiter, der sich für die Erbauung der neuen Welt engagiere. „Gott hat diese neue Schöpfung in uns schon begonnen. Und durch uns kann diese neue Schöpfung erfahrbar werden“, nannte der Stammapostel konkrete Beispiele:

  • Bei der Partnerwahl gehe es nicht darum jemanden zu finden, der die eigenen Bedürfnisse am besten befriedigt, sondern einen Partner, mit dem man gemeinsam glücklich werden kann. „Sein Glück ist mein Glück.“
  • Im Berufsleben „geht es nicht nur darum, dass wir so viel Geld wie möglich machen“. Es gehe auch darum, den Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft nachzukommen. „Ich bin mitverantwortlich für das Wohl meines Nächsten.“
  • Die natürlichen Ressourcen sind begrenzt: „Wenn der Herr nicht gekommen ist, dann brauchen die nächste Generation und die übernächste Generation auch noch etwas. Lasst uns mit der Schöpfung sorgfältig umgehen.“
  • „Wenn die Zukunft schon heute in unsere Gegenwart leuchtet, dann gehen wir auch mit den Menschen anders um: Die Würde eines Menschen ist nicht abhängig von seinem Wissen, seinem Können, von seinem Geld oder von seiner Herkunft.“

Wir bauen miteinander

„Durch unser Leben kann diese neue Schöpfung für die Mitmenschen schon erfahrbar werden“, erläuterte der Stammapostel.

  • „Wir wollen uns gegenseitig aufbauen und füreinander beten. Ich bau mit dir. Du brauchst mich, ich brauche dich. Wir machen das gemeinsam.“
  • „Die Zukunft ist: Die Menschen leben in Frieden und Eintracht trotz aller Unterschiede. Dazu hat uns Gott alles gegeben: die Sündenvergebung, die Gnade, die Macht der Liebe.“
  • Alle Aktivitäten sollten die Prioritäten widerspiegeln: „Unsere Priorität ist: Gemeinschaft mit Gott. Unsere Priorität ist: Liebe zum Nächsten.“

Eine neue Welt entsteht

Das Fazit des Stammapostels: Gott erbaut die neue Schöpfung. Wir leisten dazu unseren Beitrag, indem wir dieser neuen Schöpfung ermöglichen, sich zu entwickeln, und indem wir uns gegenseitig erbauen. „Mensch, das ist machbar!“

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Andreas Rother
4.09.2017
Deutschland, Stammapostel, Gottesdienst