Ehrenamtliche Arbeit: wenn der Himmel die Grenze ist

Der 5. Dezember jeden Jahres ist den Menschen gewidmet, die ehrenamtlich und vollkommen freiwillig wichtige Aufgaben in der menschlichen Gesellschaft verrichten. Es gibt sie zu Tausenden – Gott sei Dank!

Ehrenamtliche Mitarbeiter spielen eine wichtige Rolle und sind häufig Garant für ein allgemein-verträgliches Miteinander unter Menschen. Sie dienen der gesamten Menschheit zum Guten. Dieser Meinung ist auch António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen. Er dankt heute am Internationalen Tag des Ehrenamtes allen Freiwilligen besonders dafür, dass „sie niemand ausschließen“.

Niemand ausschließen

Soweit, so unklar. Denn die Welt sieht anders aus. Es gibt Kriege, Konflikte, Aggressionen, Klassenunterschiede, Armut und Neid. Oft genug sind es die öffentlichen Amtsinhaber, die es den Ehrenamtlern nicht gerade leicht machen. Es ist zum Verzweifeln. Ehrenamtliche Arbeit kann da nur wenig ausrichten, aber immerhin: Jede kleine Arbeit im Sinn des/der Anderen ist eine gut investierte Zeit. Beispiele dafür:

  • Wer sich mit Kindern beschäftigt, weiß, wie wenig sie in Wirklichkeit brauchen: ein bisschen Zeit, ein bisschen Aufmerksamkeit nur, Friede und Harmonie und vor allem gute Vorbilder. Die freiwillige Mitarbeit an ihrem Glück macht selbst glücklich und ist Lohn genug. Vorbild sein im Verhalten und Handeln, das kann eigentlich jeder leisten. Dafür braucht man weder Geld noch Amt. Wer sich die Frage stellt, wie er Kindern einen glücklichen Start in ihr Leben verschaffen kann, leistet eine tolle Arbeit.
  • Junge Menschen brauchen Freunde! Sie wollen ernstgenommen werden, die Begegnung mit ihnen sollte auf Augenhöhe geschehen, was ein wichtiger Grundsatz ist. Oftmals lernen die Älteren von den Jungen, dass sich Wahrheit nicht wahllos verbiegen lässt, dass sich Anstrengungen für einen nachhaltigen Frieden oder die Bewahrung der Umwelt lohnen. Ihnen als freiwillige Freunde hilfreich zur Seite zu stehen, ist ein hohes Ehrenamt.
  • Kranke Menschen suchen nach Halt und Sicherheit. Ihnen zusätzliche Freude zu bereiten, ist nicht schwer: ein gutes Wort, Zeit zum Zuhören, empathische Anteilnahme oder einfach nur Nähe zeigen. Vieles ist möglich. Ein Besuch am Krankenbett hat noch immer erfreut.

Freiwillig für Jesus werben

EINE wichtige ehrenamtliche Aufgabe wird hier und da übersehen: das Verkündigen des Evangeliums, das Bekenntnis zu Jesus Christus. Es soll Maxime christlichen Lebens sein, nicht gezwungener Maßen oder wegen Aussicht auf Lohn, sondern vollkommen freiwillig und vom Inneren her überzeugt. Recht drastisch drückt der Gottessohn Jesus Christus dieses Zeugnisbringen selbst aus: „Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater“ (Matthäus 10,32). Das ist keine Angelegenheit eines konfessionellen Regelbuches, das ist der tatkräftige Glaube an Jesus Christus im Alltag, außerhalb von Kirchenmauern, inmitten der Welt.

Die Welt verändern

Das ist am Internationalen Tag des Ehrenamtes eines Aufrufes wert: Haltet euch an das Gesetz der Liebe, ihr Menschen. Dann wird Vieles in dieser Welt besser, dann kehrt sich der Mensch zum Menschen, dann finden Schwache Gehör, dann haben alle Freunde. Ehrenamtliche Mitarbeiter verändern viel – sie sind der Unterschied!



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