Liebe, Trost und neues Lebens – Schöpfer am Werk

Eine uralte Botschaft, die hochaktuell bleibt. Ein Bibelwort, das öfter als Liedtext erklingt. Und ein Gebet, das längst erhört wurde: Das „reine Herz“ und den „beständigen Geist“ aus den Psalmen beleuchtet ein Stammapostel-Gottesdienst.

Rund 25.000 Teilnehmer erlebten – vor Ort oder per Übertragung – den Gottesdienst am 18. September 2016 in Mönchengladbach (Deutschland). Die Predigt drehte sich um das Bibelwort aus Psalm 51,12: „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist.“

Der Schöpfer

„Warum sollen wir das heute noch beten?“, lautete die Frage: „Eigentlich hat Gott dieses Gebet schon erhört.“ Zur Antwort gab Stammapostel Jean-Luc Schneider zunächst nur einen Hinweis: Mit den Worten „Schaffe in mir, Gott“ verkünde der Psalm das Heil, das der Schöpfer wirke. Also: „Lasst uns einmal hineinschauen in das Schaffen Gottes.“

Nicht allein, „dass Jesus Christus das Evangelium brachte, dass er sein Leben gab und das Opfer brachte“. Gott habe auch dafür gesorgt, dass diese Botschaft und die Taufe zur Reinigung von der Erbsünde über Jahrtausende weitergetragen wurde – „trotz aller Kriege, aller Ungerechtigkeiten und aller menschlichen Unzulänglichkeiten“.

Das Herz

„Gott hat ein neues Herz geschenkt“, sagte der Stammapostel. Im Alten Testament galt es, das Gesetz zu erfüllen. Mit Jesus Christus „wurde das steinerne Herz – das Gesetz auf steinernen Tafeln – ersetzt durch die Motivation der Liebe.“ Gott „straft nicht, er liebt die Menschen und lässt sie das immer wieder erfahren.“

„Gott hat die Möglichkeit geschaffen, dass unser Herz ganz rein wird von den alltäglichen Sünden. –Wir haben die Gnade, die Chance, so könnte man sagen, von Neuem anzufangen, als wäre nichts geschehen.“ Dazu gehöre einerseits die Freisprache, andererseits die Verkündigung seines Willens: „Gott hat dafür gesorgt, dass wir sein Wort hören, uns danach richten können.“

Der Geist

„Gott hat den Heiligen Geist gesandt, und seit dem ersten Pfingsten ist er immer da, immer an der Arbeit auf der Erde. Er hat die Erde nicht verlassen, auch die Menschen nicht“, betonte der Kirchenleiter. „Der Heilige Geist ist ständig mit uns, er hat immer einen Rat, einen Trost zu geben und verweist auf Jesus Christus.“

„Einen neuen, beständigen Geist“ – das sei ein Hinweis nicht nur auf die Sendung, sondern auch auf die Gabe Heiligen Geistes: „Das ist auch ein Schöpfungsakt des Schöpfers, er hat uns ein neues Leben gegeben. Bei unserer Heiligen Versiegelung haben wir dieses neue Leben empfangen. Es ist ein Geist der Stärke, der uns immer wieder die Kraft gibt, die alte Kreatur zu überwinden.“

Die Antwort

„Sehen wir? Das ist das Schaffen Gottes. So hat er dieses Gebet des damaligen Gläubigen erhört“, erläuterte der Stammapostel. „Warum sollen wir das heute noch beten?“ Seine Antwort: „Weil wir damit so vieles aussprechen können.“

Zum einen „wollen wir Gott danken für sein heilbringendes Schaffen“. Und zum anderen „drücken wir damit auch unser Verlangen aus“. Und dann laute das Gebet: „Herr, schenk mir deine Gnade, reinige mich, gib mir dein Wort und deine Vergebung und hilf mir: Ich will eine neue Kreatur in Christus werden. Hilf mir, ohne dich geht es nicht.“

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Andreas Rother
3.11.2016
Deutschland, Stammapostel, Gottesdienst