Die Hoffnung festhalten

Drei Verheißungen hat Gott den Gläubigen gegeben. Doch die Realität scheint anders auszusehen. Wie man die Hoffnung doch nicht aufgibt und worauf sie fußt – Erklärungen aus einem Gottesdienst mit dem Stammapostel.

„Wir wünschen aber, dass jeder von euch denselben Eifer beweise, die Hoffnung festzuhalten bis ans Ende, damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben.“ – Dieses Bibelwort aus Hebräer 6,11.12 bestimmte den Gottesdienst am 5. Juli in Ulan-Bator (Mongolei).

Der Autor des Hebräerbriefes bezieht sich dabei auf Abraham, dessen Frau Sara ihm hochbetagt doch noch einen Sohn gebar. „Die Verheißung Gottes hat sich wortwörtlich erfüllt, weil Abraham im Glauben und in der Geduld geblieben ist“, erläuterte Stammapostel Jean-Luc Schneider.

Verheißung und Wirklichkeit

„Was hat uns Gott verheißen?“, fragte der Kirchenleiter. Die Antwort:

  • Dass der Opfertod Jesu Christi die Macht des Bösen bricht.
  • Dass er wiederkommt, um die Braut zu sich zu nehmen.
  • Dass er mit seinen Aposteln ist, bis sie ihren Auftrag erfüllt haben.

„Das sind diese drei großen Verheißungen, die uns gegeben sind.“ Allerdings – die Realität scheine ganz anders auszusehen: „Wir sehen wie mächtig das Böse ist.“ – „Jahrhunderte sind vergangen und Jesus ist immer noch nicht gekommen.“ – Und nur eine Minderheit nehme die Apostel an.

Zweifel und Gewissheit

„Da könnte man schon den Mut verlieren. ,Was nützt es Gutes zu tun, das Böse triumphiert ja doch“, skizzierte der Stammapostel mögliche Gedanken. „Vielleicht ist das Kommen des Reiches Gottes nur symbolisch zu verstehen.“ Und: „Naja, so erfolgreich sind die Apostel ja nicht.“ Allerdings: „So kann man die Hoffnung aufgeben und träge werden.“

„Wir wollen an der Hoffnung festhalten“, so der Appell. Denn die Hoffnung gründe auf einem festen Fundament:

  • „Gott hat dir diese Verheißung gegeben und Gott ist die Wahrheit, er kann nicht lügen.“
  • „Die Auferstehung Jesu Christi ist keine Legende. Seine Auferstehung ist eine Tatsache. Weil er auferstanden ist, werden auch wir auferstehen.“
  • „Durch die Gabe des Heiligen Geistes haben wir heute schon die Macht, der Sünde zu widerstehen.“

Eifer und Vorbereitung

„Lasst uns immer eifrig sein“, stellte Stammapostel Schneider die Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi in den Mittelpunkt:

  • „Natürlich sind wir immer noch Sünder, aber wir geben nicht auf, wir kämpfen weiter gegen die Sünde. Und wenn wir fünfzigmal fallen, stehen wir fünfzigmal wieder auf. – Auch wenn alle anderen das Böse tun, wir antworten auf das Böse mit Gutem.“
  • „Wir wollen nicht nur Segen haben im Irdischen. Wir wollen nicht nur gute Menschen sein. Wir wollen uns zum Ebenbild Jesu Christi entwickeln. Dann werden wir ewige Gemeinschaft mit ihm haben.“
  • „Lasst uns dafür beten, dass die Apostel ihren Auftrag erfüllen können, dass sie das Wort Gottes verkündigen können, dass sie die Braut sammeln können. – Die ganze Gemeinde ist gefragt. Macht mit! Lasst uns das Evangelium verkündigen!“

„Das Zeichen dafür, dass Jesus Christus mit seinen Aposteln ist, ist nicht die Zahl seiner Jünger, sondern die geistliche Entwicklung der Gemeinde. Das ist der lesbare Brief der Apostel der heutigen Zeit: die Liebe, die Vergebung und die Einheit der Kinder Gottes.“

Das Fazit des Stammapostels: „Jesus Christus hat versprochen, uns vom Bösen zu befreien, wiederzukommen, um uns zu sich zu nehmen, und bis zum Ende mit seinen Aposteln zu sein. Wir bleiben fest in unserer Hoffnung, indem wir im Kampf gegen die Sünde beharrlich bleiben, die Gemeinschaft mit Gott suchen und das Apostolat unterstützen.“

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Andreas Rother
1.08.2018
Stammapostel, Gottesdienst