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Mut zur Demut

April 16, 2026

Author: Andreas Rother

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Gott hilft – zur rechten Zeit. Auf dem Weg dahin helfen Bescheidenheit, Vertrauen und Offenheit. Was das konkret bedeutet, zeigt ein Gottesdienst für Entschlafene. 

„Darum lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit.“ – Dieses Bibelwort aus Hebräer 4,16 stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes am 1. März 2026 in Freetown (Sierra Leone).

Die Botschaft ist klar: Gott will befreien – von allem Bösen. Nicht nur die Lebenden – auch die Entschlafenen. Denn Not endet nicht automatisch mit dem Tod. 

Leiden, die bleiben

Stammapostel Jean-Luc Schneider nannte konkrete Formen dieses geistlichen Leids: 

  • Mangel an Liebe: nicht gesehen, nicht gewürdigt
  • Frustration: gescheiterte Pläne, unerfüllte Wünsche
  • Enttäuschung: Verletzungen, Verrat
  • Reue: Fehler, die nicht mehr wiedergutzumachen sind
  • Groll: das Verlangen nach Vergeltung

Hören, glauben, folgen – der Weg

Die Erlösung davon beginnt damit, dass der Mensch Gottes Ruf hört, so der Kirchenleiter weiter. Doch Hören allein reicht nicht. Es braucht den Glauben – und die Entscheidung, diesem Ruf zu folgen.

Das bedeutet konkret: Gottes Autorität anerkennen, an Jesus Christus glauben, dem alle Macht gegeben ist, und sich dem Gesetz Christi unterstellen, also dem Gebot, Gott über alles und den Nächsten wie sich selbst zu lieben.

Gnade: Das Erste und Entscheidende

Alle haben gesündigt, machte der Stammapostel deutlich. Das trennt von Gott – und lässt sich nicht durch gute Taten ausgleichen. Sünde muss vergeben werden. Und diese Vergebung gibt es nur in Jesus Christus. So gilt: Kein Mensch kann sich das Heil verdienen. Nur Gottes Gnade kann retten.

Wer in diesem Bewusstsein zu Gott kommt, darf gewiss sein: Gott nimmt ihn in Liebe an – wie der Vater den verlorenen Sohn. Gott ist treu und verlässlich – er sagt, was er tut, und tut, was er sagt. Und: Gott erlöst endgültig.

Wie Gott wirkt

Wie hilft Gott? Nicht abstrakt, sondern ganz konkret:

  • durch die Wassertaufe – Reinigung und Aufnahme in die Gemeinde Christi
  • durch die Geistestaufe – der Anwartschaft auf das ewige Leben
  • durch Wort und Abendmahl – zur Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi  

Das gilt für die Entschlafenen – und ebenso für die Lebenden. Denn die Lebenden sind weiterhin Verlockungen und Gegenwind ausgesetzt, werden dabei immer wieder schuldig und können sich ebenfalls nicht aus eigener Kraft davon befreien.

Der Zugang zur Hilfe und Rettung bleibt derselbe, erklärte der Stammapostel: demütig zu Gott kommen. Das heißt: ihm vertrauen, auch ohne alles zu verstehen, seine Liebe weitergeben und die Einheit suchen. Und am Ende steht die Einladung: die eigenen Fehler zu erkennen und benennen, Gottes Gnade zu erbitten, auf seine Hilfe zu bauen.

Denn: Gott weiß, was wir brauchen – besser als wir selbst. 

April 16, 2026

Author: Andreas Rother

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