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faith.today

Auf dem Weg mit Christus 

27 02 2026

Author: Sophie Berg

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Ein Ruf durchbricht das Grab. Ein Licht auf dem Weg zum Kreuz. Wasser, Brot und Wein als Zeichen göttlicher Nähe. Die Sonntage im März begleiten Jesu durch seine letzten Wochen. 

Der Ruf ins Leben 

Im ersten Sonntagsgottesdienst steht die Auferweckung des Lazarus im Mittelpunkt. Dieser Freund Jesu ist todkrank. Seine Schwestern schicken einen Hilferuf an den Herrn, der gerade im Land unterwegs ist. Doch Jesus kommt zu spät zurück – vier Tage nach der Bestattung. Tränen, Jammer, Verzweiflung – auch Jesus ist tief betroffen. Dann sein Ruf: „Komm heraus!“ Und Lazarus kommt aus seinem Grab. 

Der Ruf Jesu richtet sich auch heute noch an die Lebenden und die Toten. Es ist ein Aufruf zur Nachfolge: sich an Jesus ausrichten, Feinseligkeit und Verbitterung loslassen und in die Gemeinschaft der Christen eintreten. Denn die Kirche Christi betrifft die Gemeinschaft von Lebenden und Toten, beide können Heil und ewiges Leben erlangen. 

Licht auf dem Weg zum Kreuz 

Der zweite Sonntag legt das Augenmerk auf die Verklärung Christi. Gott bekennt sich zu seinem Sohn nicht nur bei dessen Taufe, sondern auch, als sein Ende kurz bevor steht. Als lichte Wolke tritt Gott in Erscheinung: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Den Augenzeugen Petrus, Johannes und Jakobus ist klar: Jesus ist der Messias, er hat göttliche Autorität. 

Heute bekennt sich Gott durch die Sakramente der Taufe und der Versiegelung. Wer sein Wohlgefallen möchte, nimmt Christus zum Vorbild: kehrt dem Bösen und der Sünde den Rücken, lässt dafür die Liebe walten, bleibt treu und richtet sich an seinem Wort aus. 

Wasser, Gnade, Nachfolge 

Am dritten März-Sonntag rückt die Fußwaschung der Jünger ins Zentrum. Was sonst Sklaven machen müssen, übernimmt Jesus jetzt selbst. Er macht dadurch deutlich: Nur die von ihm Gereinigten können gerettet werden. Nur er entscheidet, was für das Heil nötig ist: die Wiedergeburt aus Wasser und Geist, das Handeln nach Gottes Willen, die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl. 

Gottes Handeln ist nicht immer klar nachzuvollziehen. Trotzdem ist es wichtig das Vertrauen in ihn und seine Liebe, seine Gerechtigkeit und seine Kraft zu setzten. Mit dem Beispiel Jesu vor Augen kann jeder seinem Nächsten Gutes tun. 

Brot des Lebens – Kelch des Heils 

Der vierte Sonntagsgottesdienst konzentriert sich auf das Heilige Abendmahl. Kurz vor seinem Tod am Kreuz ist Jesus mit seinen Jüngern zusammen. Er feiert mit ihnen das Passahmahl und stiftet dabei das Sakrament. Denn Brot und Wein verweisen auf Leib und Blut Christi. Und so verweist das Abendmahl auf die Befreiung von Sünde und Tod. 

Jesus trifft im Heiligen Abendmahl auf jeden ganz persönlich und schenkt Halt, Kraft und Trost. Es ist Bekenntnis zu ihm und seine Wiederkunft sowie die Erinnerung an seinen Tod. Aber auch lebendige Hoffnung auf die ewige Gemeinschaft. 

Jesus bringt Leben – trotz Kreuz und Leid 

Am letzten Sonntag des Monats richtet sich der Blick auf den Einzug Jesu in Jerusalem. Eine Menschenmenge legt ihm Palmenzweige zu Füßen, einige bringen ihm Hosianna-Rufe entgegen und die Jünger Jesu breiten ihre Kleider auf dem Boden vor ihm aus. Sie erzählen von ihren Erfahrungen und Erlebnissen mit ihm: Er ist der verheißene König und Messias. Kurze Zeit später wird er am Kreuz verspottet. 

Heute kommt Jesus in Wort und Sakrament zu den Menschen. Und die Menschen loben und dienen Gott, indem sie ihre geschenkten Talente und Gaben einbringen oder für das Gotterleben in ihrem Leben danken. Denn auch in Leid und Tod bleibt Jesus der König des Lebens, des ewigen Lebens. 


Foto: Fineblick – stock.adobe.com

27 02 2026

Author: Sophie Berg

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