Spotlight 10/2020: Wer frei werden will, muss sich befreien lassen

Wovon ist der Mensch gefangen? Wenn er das weiß, ist es nur noch ein Schritt zur Freiheit durch Christus. Erst dann kann sich sein Wesen in uns entfalten. Bezirksapostel Michael Ehrich (Süddeutschland) gibt Antworten auf diese Frage.

Bei der Frage nach der Freiheit stellt sich die Überlegung: Worin kann man gefangen sein, wovon will man frei werden? Gefangenschaft, die nichts mit einem irdischen Gefängnis zu tun hat, ist zum Beispiel:

  • Gefangen zu sein im Streben nach „immer mehr“ irdischen Gütern, Erfolg, Ehre, Macht und so weiter. Man bewegt sich darin wie in einem Hamsterrad und nimmt sich keine Zeit für das Wesentliche – die Vorbereitung auf das ewige Leben.
  • Verhaftet zu sein in eigenen Vorstellungen. Sie stehen im Vordergrund, sodass man nicht bereit ist, gemäß den Geboten zu leben und zu meiden, was dem Willen Gottes nicht entspricht.
  • Im „Gefängnis der Ängste und Sorgen“ zu sitzen. Wegen der Schwierigkeiten und Probleme, unter denen man leidet, kommt man der Aufforderung zur konsequenten Nachfolge nicht nach.
  • Gebunden zu sein in Selbstgefälligkeit oder Überheblichkeit, sodass man nicht zur Demut und Gottesfurcht findet. Oder es fehlen im Gefängnis des eigenen Selbst der Blick für Gottes Wohltaten und der Wille zur Dankbarkeit.
  • Gefangen zu sein von Gedanken und Einflüssen, die sich dem Evangelium verschließen. Wer ganz gefangen ist in Egozentrik und Selbstverwirklichung, öffnet sich nicht der Liebe Gottes und hat kein Herz für den Nächsten.

Von all dem kann Jesus Christus durch sein Opfer und Verdienst befreien. Indem Christus uns frei macht, kann sich sein Wesen in uns entfalten. Wir werden frei

  • zum Wachstum in der Liebe zu Gott, untereinander und zum Nächsten;
  • zur Bereitschaft, ihm zu dienen, uns in den Gemeinden einzubringen und einander beizustehen;
  • um ihn in den Mittelpunkt des Lebens zu stellen und uns nach seinem Evangelium auszurichten.

Bei seinem Wiederkommen, befreit er uns zur ewigen Gemeinschaft mit Gott, zur Herrlichkeit.



Foto: NAK Süddeutschland

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Michael Ehrich
3.06.2020
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