Spotlight 16/2021: Hoffnung ist ein Freund des Glaubens

Zwölf Eier für einen Monatslohn? Unglaublich aber leider bittere Realität. In solchen Umständen hilft nur die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Bezirksapostelhelfer John Fendt (USA) berichtet aus seiner Arbeit als Seelsorger.

Unser Motto für 2021 ist besonders aussagekräftig vor dem Hintergrund, dass wir uns jetzt im zweiten Jahr der Pandemie befinden. Die Gewissheit, dass Christus der Garant unserer Zukunft ist, hilft unseren Geschwistern an ihrem Glauben festzuhalten, trotz größter Schwierigkeiten.

In vielen Länder, die wir außerhalb der USA betreuen, haben sich die Lebensumstände massiv verschlechtert. Da ist zum Beispiel die Krise in Venezuela. Schon vor der Pandemie lag die Wirtschaft in Trümmern. Bereits da hatten die meisten unserer Geschwister Probleme, ihre Familien zu ernähren. Aufgrund der Hyperinflation reicht ein durchschnittlicher Monatslohn zum Beispiel gerade mal zum Kauf von zwölf Eiern. Viele sind in andere Länder geflohen, auf der Suche nach einem besseren Leben.

Dann brach im März letzten Jahres die Pandemie aus. Die ohnehin schwache Wirtschaftssituation verschärfte sich. Erschwerend kam hinzu, dass es gar nicht mehr möglich war, sich zum Gottesdienst zu versammeln. Die Geschwister konnten weder durch die Gemeinschaft mit Christus im Heiligen Abendmahl noch durch die Gemeinschaft mit anderen Geschwistern Kraft schöpfen. Dazu infizierten sich viele mit Corona oder litten unter anderen Krankheiten. An medizinische Hilfe zu gelangen, war schwierig. Die Hoffnungslosigkeit wurde also zum schlimmsten Feind der Menschen zu Beginn des Jahres 2021.

Das Jahr 2021 steht unter dem Motto „Christus – unsere Zukunft“. Bereits vor der Pandemie wurden wir gelehrt, dass wir die Wiederkunft Christi nicht deshalb erwarten sollten, weil wir den Schwierigkeiten des Alltags entfliehen wollen, sondern weil wir ihn lieben und für alle Ewigkeit bei ihm sein wollen.

Unsere Geschwister in Venezuela kämpfen darum, ihre ewige Zukunft mit Gott nicht aus den Augen zu verlieren; sie haben noch nicht aufgegeben. In den vergangenen Monaten war es dem dortigen Apostel möglich, in die verschiedenen Regionen des Landes zu reisen. Trotz der enormen Schwierigkeiten sind unsere Geschwister freudig im Glauben. Sie bemühen sich, in ihrer Beziehung mit Christus zu wachsen und sich auf ihre ewige Zukunft mit ihm vorzubereiten.


Foto: Jens Lange

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John Fendt
23.09.2021