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Einen Augenblick innehalten vor Gott 

10 03 2026

Author: Sophie Berg

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Gott bewahrt, vergibt und erneuert – Tag für Tag. Doch ist das jedem bewusst? Der Stammapostel empfiehlt: stehen bleiben, reflektieren und Gott loben. 

Im letzten Gottesdienst des Jahres 2025 lenkte Stammapostel Jean-Luc Schneider den Blick auf all das Gute, was der liebe Gott im vergangenen Jahr bereitet hat. Dazu stützte er sich am Sonntag, 28. Dezember 2025 in Affoltern am Albis (Schweiz) auf das Bibelwort aus Psalm 103,2: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ 

Gott gibt nicht auf 

Gott habe viel Gutes im täglichen Leben eines jeden getan: 

  • „Er hat viele Gebete, die wir zu ihm sprechen, in diesem Jahr erhört.“ Zum Beispiel: „Wie oft haben wir den Engelschutz erlebt und gemerkt: Der liebe Gott hat geholfen.“ 
  • „Sein Sohn ist Mensch geworden und hat sein Opfer gebracht.“ Dies sei auch heute im Alltag wirksam, denn „er ist nicht an die Zeit gebunden“, alles sei Gegenwart. Gott habe die Menschheit damals und die von heute gesehen – dennoch habe er sich für deren Errettung entschieden. 
  • „Das Gute, das er für uns getan hat, ist die Wiedergeburt aus Wasser und Geist.“ Auch dies sei noch heute vollgültig und wirke sich auf den Alltag aus. 
  • „Denke daran, wie oft er dir vergeben hat.“ Gott arbeite an dem Heil eines jeden, er gebe nicht auf und mache weiter, in seiner Geduld, in seiner Entschlossenheit: „Den will ich erretten.“ 
  • Gott schicke und brauche immer wieder Menschen, „um uns Gutes zu tun.“ Er greife ab und zu ein, um „den Schaden, den wir angerichtet haben, wieder gut zu machen.“ Gott tröste, stärke und richte wieder auf. 

Vergessene Gnade 

Oft „ist die Hilfe Gottes gar nicht mehr so im Bewusstsein“, erläuterte Stammapostel Schneider. „Man kann vergessen, …“ 

„… weil man meint, dass der liebe Gott nur eine Ungerechtigkeit behoben hat. Er hat mir gegeben, was ich zu Gute hatte, was alle anderen haben.“ 

„… weil das Gute überschüttet wird von neuen Sachen, die das Alte verdrängen.“ 

„… weil man mit so vielem anderen beschäftigt ist.“ 

„… weil das Böse, das die Menschen tun, dann auf einmal viel wichtiger wird, als das Gute, das man uns getan hat und schon verschwindet die Dankbarkeit.“ 

„… weil dieser Verflachungsprozess vorhanden ist. Das Wirken und die Worte Gottes auf gleicher Ebene wie das Wirken, Denken und die Worte der Menschen.“ 

Innehalten, hören, vertrauen 

Daher empfehle es sich eine kleine Pause einzulegen: „Nicht nur nicht vergessen, sondern auch richtig darauf zu regieren, den Herrn dafür loben.“ Das sei die Aufforderung des Tages: „Lobe den Herrn für das Gute, das er die getan hat!“ 

Abhängigkeit: „Lobe den Herrn, anerkenne, bleib im Bewusstsein: Ich bin von Gott und von seiner Gnade absolut abhängig und sage nicht: ‚Ich habe nichts verlangt.‘“ 

Zugewandtheit: „Komm zu ihm und hör ihm zu.“ Gnade sei kein Automatismus, wer Gott fürchte, dem schenke er sie. Jeder solle in sein Reich kommen können, „deshalb wollen wir werden wie Jesus Christus.“ Das sei kein Spaziergang: bis zuletzt arbeiten, kämpfen, beten, ringen. 

Vertrauen: „Vertrau ihm doch. Er hat dir doch schon bewiesen, dass er dich liebt, dass ihm nichts unmöglich ist, dass er besorgt ist und sich auch um dein tägliches Leben kümmert.“ 

Gott meint es gut 

Gott schenke Heil. „Lasst uns dieses Geschenk wertschätzen, indem wir an unserem Heil arbeiten.“ Gott meine es nur gut, wolle helfen unnötigen Ballast loszuwerden: „Gib deinen Stolz auf, gib nach, vergib und versöhne dich.“ Bedenke: „Gott hat alles verlassen, um auf die Erde zu kommen, um dich zu erretten.“ 

Gott bediene sich vieler Menschen. „Er erwartet von uns, dass wir ihn ehren und in seinem Namen unserem Nächsten Gutes tun.“ Damit der andere Gott sehen und erleben könne. „Mach für deinen Nächsten, was du willst, dass man dir tut.“ Dazu gehöre: sich Zeit nehmen, zuhören, jeden annehmen, wie er sei, gnädig sein, Fehler vergeben und nicht nachtragen, füreinander beten, im Glauben unterstützen. 

Das Loben sei Vorbereitung auf die Herrlichkeit, denn dort „werden wir Gott loben auf immer und ewig, weil wir jeden Tag einen neuen Aspekt seiner Herrlichkeit erkennen werden.“ Schon heute müsse man lernen, seine Hilfe und Herrlichkeit zu erkennen. 

10 03 2026

Author: Sophie Berg

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