Getauft sein allein genügt nicht: Entscheidend ist ein lebendiger Glaube, der Christus nachfolgt und im Alltag sichtbar wird. Wie das funktioniert, verrät der Stammapostel.
„Gott möchte dir helfen“, diese Aussage stellte Stammapostel Jean-Luc Schneider an den Anfang des Gottesdienstes am Sonntag, 11. Januar 2026, in Mombasa (Kenia). Denn wer erlöst werden wolle, müsse eine Reihe von Bedingungen erfüllen. Diese nenne Jesus Christus selbst in Markus 16,16: „Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“
Ein Glaube in fünf Punkten
„Die erste Bedingung ist, an Jesus Christus zu glauben.“ Ganz konkret bedeutet das:
- „Er ist der Sohn Gottes, der auf die Erde kam, starb, auferstand und in das Reich Gottes eintrat.“
- „Wir glauben, dass er kam, um den Menschen die Möglichkeit zu geben, ewige Gemeinschaft mit Gott zu haben.“
- „Wir glauben, dass seine Lehre die Wahrheit ist.“
- „Der einzige Weg, in das Reich Gottes zu gelangen, bestehe darin, wie Jesus zu werden, der unser Vorbild ist.“
- „Wir glauben an sein Versprechen. Er wird wiederkommen, um die Seinen zu sich zu holen und sie in sein Reich zu führen.“
Die Taufe – der Anfang
„Ist dieser Glaube vorhanden, dann kann Gott dich erlösen.“ Der erste aktive Schritt bestehe in der Wassertaufe:
- „Wir brauchen diese Handlung Gottes, weil wir uns nicht aus eigener Kraft erlösen können.“
- „Gott handelt, um die Erbsünde abzuwaschen. Er beseitigt das Hindernis, das dich von Gott getrennt hat, und er schafft eine neue Beziehung zu Gott.“
- „Er gibt uns die Kraft, gegen die Sünde zu kämpfen.“
- „Gott gibt dem Getauften die Möglichkeit, die Gabe des Heiligen Geistes zu empfangen und am Heiligen Abendmahl teilzunehmen.“
- „Gott integriert den Getauften in die Gemeinschaft seiner Kirche. Derer die an Jesus Christus glauben und ihn als ihren Herren bekennen.“
Das Leben – der Weg
Doch es reiche nicht aus, getauft zu sein. Das führe nicht automatisch zum Heil. Auch werde „unser Glaube nicht daran gemessen, wie oft wir den Gottesdienst besuchen, wie oft wir beten oder wie viel wir opfern.“
Man müsse weiterhin glauben, den lebendigen Glauben bewahren, sich wie ein getaufter Christ verhalten und sein Gelübde und das Versprechen seiner Taufe einhalten. Man müsse unaufhörlich bekennen.
Das Versprechen halten
Das Taufgelöbnis bestimme unser ganzes Leben. Dies zeige sich in folgenden Punkten:
- Vorrangiges Ziel sei das ewige Leben und nicht materieller Wohlstand.
- „Wir wollen Gottes Gesetz befolgen.“ Was er als böse bezeichne, das sei böse, und was er als gut bezeichne, das sei gut. „Wir glauben, dass es oberste Priorität hat, Gott zu lieben und unsern Nächsten zu lieben.“
- „Wir haben versprochen, der Sünde zu entsagen. Und wir kämpfen weiter gegen die Sünde.“ Gott habe jedem die Kraft dazu gegeben.
- „Wir haben versprochen, Christus nachzufolgen, das heißt, ihm nachzueifern, ihm ähnlich werden.“ Dies bedeute, bereit zu sein, sich zu ändern.
- „Wir glauben, dass wir durch die Heilige Wassertaufe in die Gemeinschaft derer aufgenommen wurden, die an Christus glauben und ihn als ihren Herren bekennen.“ In der Einheit der Kirche Christi seien die verbindenden Elemente wichtiger als die trennenden.
„Die Stärke der Christen und des Christentums hängt von der Entschlossenheit der Christen ab, ihr Versprechen der Heiligen Wassertaufe zu halten“, betonte der Stammapostel und appellierte: „Glaubt an eure Wassertaufe und haltet euer Versprechen. Die Getauften, die weiterhin glauben, werden von Jesus Christus selbst gerettet werden.“
Mit Gott in allen Lebenslagen
Stammapostelhelfer Helge Mutschler ergänzte: „Gott wird euch helfen. Er wird euch ewiges Leben schenken.“ Seine Hilfe bestehe in seiner fürsorglichen Liebe und darin, dass er jeden in allen Lebenslagen begleite.
„Als Christen wollen wir uns wie Christen verhalten“, appellierte er und machte in Bezug auf den Brief an die Kolosser deutlich: „Legt die alten Kleider ab, die alten Kleider des alten Adam. Das waren die Kleider vor der Taufe.“ Dafür solle man die neuen Kleider der Christen anziehen: zärtliche Barmherzigkeit, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut und Langmut. „Nehmt diese neuen Kleider aus eurem Schrank und verhaltet euch wie Christen.“










