Weihnachten ist um – fast – und das neue Jahr ist mit dem Motto 2026 eingeläutet. Jetzt folgen die Gottesdienste den Spuren Jesu vom Baby zum Weltenretter: der Januar-Überblick.
„Fürchte dich nicht, glaube nur!“ – So lautet die Losung der Neuapostolische Kirche für das Jahr 2026. Mit Angst, Glauben und Vertrauen hat sich der erste Januar-Sonntag befasst.
Der erste Wochentagsgottesdienst setzt den Schlusspunkt für die Weihnachtszeit mit Blick auf das Epiphanias-Fest am 6. Januar, das die Menschwerdung Gottes in Christus feiert. Das Bibelwort dazu (Lukas 2,29-32) stammt aus dem Lobgesang Simeons, des Propheten, der im Tempel auf das Erscheinen des Erlösers gewartet hat. Und dann erkennt er Jesus …
Die Nähe Gottes suchen
Auch ein Heiland fängt mal klein an. Das beginnt beim Säugling in der Krippe und führt auch zum Zwölfjährigen im Tempel: „Wusstet ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?“ (Lukas 2,49b).
Jesus weiß, dass sein Leben vom Vater im Himmel her bestimmt ist. Der Gottessohn sucht die Nähe Gottes. In ihm ist Gott gegenwärtig. Das bedeutet eine Einladung für alle Kinder Gottes heute. Damit beschäftigt sich der zweite Sonntagsgottesdienst des Monats.
Den Neuanfang wagen
Knappe zwei Jahrzehnt später tritt Jesus ins Licht der Öffentlichkeit. Er lässt sich taufen, und Johannes der Täufer, der letzte Prophet des alten Bundes, verkündet öffentlich das ganz und gar Neue: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!“.
Johannes 1,29–31ist Grundlage für den dritten Januar-Sonntag. Seitdem hat sich die Taufe vom Buß-Akt zum Sakrament entwickelt. Doch die Wiedergeburt aus Wasser und Geist ist nur der Anfang für die wesentliche Entwicklung.
Im Glauben wachsen
Der nächste Schritt: Jesus setzt Zeichen – zum ersten Mal bei einer Hochzeitsfeier. Mit der Verwandlung von Wasser in Wein beginnt sein öffentliches Wirken. Doch es geht nicht um den Effekt.
„Jesus offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.“ Darauf läuft das Bibelwort des vierten Sonntag-Gottesdienstes aus Johannes 2,9–11 hinaus. Und dieses Zeichen hat auch seine Jünger rund 2000 Jahre später viel zu sagen.
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