Website-Farbe:

apostles.today faith.today

Von schlechten und guten Früchten 

07 01 2026

Author: Sophie Berg

Print
Anhören

Beliebtheit, Wunder, geistliche Reife? Wie sehen die guten Früchte des Glaubens aus? Der Stammapostel gibt eine klare Antwort. 

„Darum, an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“  – Das Bibelwort aus Matthäus 7,20 stand im Mittelpunkt des Ämtergottesdienstes am 15. November 2025 in Cooper City (Florida). Nach Worten des Dankes umriss Stammapostel Jean-Luc Schneider die schwierige Zeit und das komplizierte Umfeld, in dem die Amtsträger heute arbeiten. Manche Glaubensgemeinschaften hätten viel Zulauf, andere nicht: „Was machen wir also falsch?“ 

Geistliche Reife als Prüfstein 

Jesus habe das gewusst und im Voraus angekündigt, dass es viele falsche Propheten geben werde. „Sie werden in Schafskleidern kommen und sagen: Hier ist Christus, dort ist Christus, und sie werden große Wunder vollbringen.“ (Mt 7,15; 24,23.24) Diese seien an ihren Früchten zu erkennen – doch mit diesen Früchten sei nicht der Erfolg gemeint. „Die Frucht, von der Jesus sprach, ist die geistliche Reife.“ Diese könne man nicht mit Zahlen und Fakten messen. „Geistliche Reife kann man nur durch den Glauben erfassen. Man muss an den Sieg Jesu Christi glauben.“ 

Vorsicht: Schlechte Früchte 

Apostel Paulus hatte in seiner Zeit viel mit falschen Propheten zu tun und beschreibt sie präzise: „Feinde des Kreuzes.“ Auch heute gäbe es sie noch und sie seien an folgenden Punkten erkennbar: 

  • Gesetz statt Gnade: Sein Heil darin zu suchen, sich strikt an bestimmte Vorschriften zu halten – das entspreche dem Alten Testament, nicht dem Neuen. „Jesus sagt: ‚Du kannst dir die Erlösung nicht verdienen, indem du dich nur richtig verhältst, die Gebote befolgst und bestimmte Traditionen respektierst.‘ Du brauchst einen Erlöser.“ Und dieser Retter, das sei Jesus Christus.  
  • Irdische Freuden und eigene Ehre: Beten und opfern, dann verbessere sich das Leben – auch diese Haltung sei eher alttestamentarisch. „Paulus sagt: ‚Ihr Gott ist ihr Bauch, und ihre Ehre ist in ihrer Schande.‘“ Irdische Angelegenheiten seien die einzige Sorge und alles drehe sich nur um die eigene Person. Die Prediger heute im Fernsehen, im Radio, überall, „benutzen Jesus Christus für ihren eigenen Ruhm und ihre eigenen Interessen.“ 
  • Unwahrheiten verbreiten: „Paulus sagt: ‚Sie benutzen geschliffene und schmeichelhafte Worte, um den Menschen zu sagen, was sie hören wollen.‘“ Dabei gingen sie Kompromisse mit den Mächtigen ein, um Probleme zu vermeiden. Und sie schreckten auch nicht davor zurück, Unwahrheit in die Welt zu setzen, die „nicht die Lehre Jesu ist“. 

Aufgepasst: Gute Früchte 

„Die gute Frucht des Apostolats ist die gesunde Lehre“ – die wahrheitsgemäße Verkündigung des Evangeliums. Dazu zählt: 

  • Ewiges Leben: „Wir predigen Jesus Christus, den Sohn Gottes, der auf die Erde kam und Mensch wurde, um den Menschen Zugang zum ewigen Leben zu ermöglichen.“ 
  • Errettung: „Er kam als Sohn Gottes, weil er die Menschen mit Gott versöhnen und ihnen ermöglichen wollte, in die Gemeinschaft im Reich Gottes zurückzukehren.“ 
  • Gnade: „Das Apostolat lehrt, dass man sich die Erlösung nicht verdienen kann. Man braucht Gnade.“ Es lehre, wie man Gnade erlangen könne und das wahre Gesetz Jesu Christi. 
  • Sakramente: „Jesus hat uns gelehrt, dass man, um gerettet zu werden, das Sakrament empfangen muss. Man muss aus Wasser und Heiligem Geist wiedergeboren werden. Man muss das Heilige Abendmahl empfangen“ 
  • Nächstenliebe: „Liebe Gott und liebe deinen Nächsten.“ Jeder Mensch müsse als Individuum betrachtet werden, „als eine von Gott geliebte Seele.“ Jesus habe sein Leben für jede einzelne Seele gegeben. 

Der Stammapostel resümiert: „Liebe Brüder und Schwestern, das ist die Frucht des Apostolats. Gesunde Lehre, wahrer Glaube, wahres Vertrauen in Gott und wahre Nächstenliebe.“ Und jeder, der diese Frucht hervorbringe, könne den Glauben an Christus und an das Apostolat stärken. 

07 01 2026

Author: Sophie Berg

Print