Saatgut, Schulbau, Soforthilfe – mehr als ein Anfang
Wenn die Katastrophe zuschlägt und nur bleibt, was man am Körper trägt, dann zählt jede Hilfe. Hier setzt die Arbeit von NACSEA Relief an: schnell, konkret – und mit Blick nach vorn.
„Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.“ Auf diesem Bibelwort aus Galater 6,10 basierte die Neuapostolische Kirche nicht nur ihr internationales Jahresmotto 2025. Damit steigt das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Südostasien auch ein in ihren Jahresbericht 2025.
An dieser Stelle erläutert NACSEA Relief zudem seine Vision: „Als humanitäre Organisation ist es unser Ziel, neben der Hilfe für die Armen und Bedürftigen auch einen Mehrwert zu schaffen und Freiwilligenarbeit zu fördern.“ Und seine Mission: „Von der Soforthilfe über die Rehabilitation bis hin zur Nachhaltigkeit sind wir bestrebt, Menschen in Not und schwierigen Lebenssituationen zu helfen.“
Wo die Spenden hinfließen
In welchen Bereichen sich das Hilfswerk engagiert, das geht aus dem Finanzbericht hervor. Das meiste Geld floss demnach in die Gemeinschafts- und Sozialprojekte. Dieser Teil macht 39 Prozent der Kosten aus.
Jeweils 19 Prozent entfielen auf die Bildungsförderung und auf die Unterstützung nach Naturkatastrophen von der Nothilfe bis zum Wiederaufbau. 17 Prozent der Ausgaben dienten Projekten zur Sicherung des Lebensunterhaltes. Und jeweils drei Prozent wurde für medizinische Hilfe sowie für die Verwaltung aufgewandt.
Beispielhafte Projekte
In der Region T’boli (Süd-Cotabato) unterstützt NACSEA Relief 41 Bauern mit Mais-Saatgut, nachdem ihre Felder durch Dürre und schwierige Umweltbedingungen stark geschädigt worden waren. Ziel ist nicht nur eine kurzfristige Hilfe, sondern die Wiederherstellung eines funktionierenden landwirtschaftlichen Kreislaufs: säen, ernten, neu beginnen. Das Projekt steht exemplarisch für Hilfe zur Selbsthilfe – damit Familien langfristig wieder von eigener Arbeit leben können.
In Sitio Datal Uga (Sarangani) entsteht ein neues Schulgebäude, das Kindern erstmals angemessene Lernbedingungen bietet. Das Projekt umfasst nicht nur den Bau selbst, sondern auch Ausstattung wie Möbel und sanitäre Anlagen. So wird ein Ort geschaffen, an dem Bildung dauerhaft möglich wird – und damit echte Zukunftsperspektiven für die nächste Generation.
Nach schweren Taifunen und Erdbeben leistet NACSEA Relief umfassende Hilfe in mehreren Regionen auf den Philippinen. Die Unterstützung reicht von akuter Nothilfe – etwa mit Lebensmitteln, Wasser und Alltagsgütern – bis hin zu Wiederaufbau- und Rehabilitationsmaßnahmen. Diese Einsätze betreffen regelmäßig viele Familien gleichzeitig und zeigen den ganzheitlichen Ansatz der Organisation: von der ersten Hilfe bis zur nachhaltigen Entwicklung.
Wo die Spenden herkommen
Finanziert werde diese und viele weitere Projekte aus Spendengeldern. Diese stammen zu 30 Prozent aus Mitteln von NAK-karitativ aus Deutschland und zu 28 Prozent von NAK Humanitas, dem Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Schweiz. Elf Prozent stammen von der Unfried Stiftung, die das Vermächtnis eines deutschen Ehepaars zur Bildungsförderung bedürftiger junger Menschen einsetzt.
„Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Großspenden aus dem privaten und unternehmerischen Bereich, die lieber anonym bleiben möchten“, erläutert Urs Hebeisen, Präsident von NACSEA Relief, im Vorwort zum Jahresbericht. „Ebenso wichtig sind die vielen kleineren Spenden.“ Denn: „Jeder Euro, jeder Franken, jeder US-Dollar oder kanadische Dollar zählt und trägt dazu bei, etwas zu verändern.“