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Mitten im Leben: Gambia

April 10, 2026

Author: Frank Schuldt, Andreas Rother

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Wie geht es den Glaubensgeschwistern in Gambia? Davon konnte sich Bezirksapostel Stefan Pöschel beim jüngsten Besuch ein Bild machen. So viel ist klar: Es ist nicht einfach.

Der Kirchenleiter besuchte Mitte März mehrere Gemeinden in dem kleinen westafrikanischen Land. Ihn begleiteten der für die Region Westafrika zuständige Lead-Apostel Tounkang Mané, Apostel Gert Opdenplatz und Bischof Pascal Strobel. 

Herausforderungen in den Gemeinden

Während einer Ämterversammlung mit Bezirks- und Gemeindevorstehern wurde deutlich, dass die Gemeinden in Gambia unter spürbaren äußeren Einflüssen stehen. Darüber berichtet die Website der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland.

Traditionelle Glaubensvorstellungen, gesellschaftliche Erwartungen und wirtschaftliche Herausforderungen prägten den Alltag vieler Mitglieder. Das könnte dazu führen, dass der Glaube im Alltag unter Druck gerät oder mit anderen Vorstellungen konkurriert.

Zugleich stehen die Gemeinden vor der Aufgabe, insbesondere jungen Menschen langfristig Orientierung zu geben. Der Wunsch nach Stabilität, verlässlicher Gemeinschaft und klarer geistlicher Führung wurde in den Gesprächen deutlich hervorgehoben. Die Amtsträger sehen sich dabei in einer verantwortungsvollen Rolle, die sowohl seelsorgerisches Einfühlungsvermögen als auch klare geistliche Ausrichtung erfordert.

Herausforderungen in der Region

Über Gambia hinaus zeigten sich in weiten Teilen Westafrikas konkrete Herausforderungen, die das kirchliche Leben spürbar beeinflussen, so die NAK Westdeutschland weiter. In mehreren Ländern der Region erschwerten unsichere politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen den Alltag der Gemeinden. Wege zu den Gottesdiensten sind teils mit Risiken verbunden, und äußere Umstände können die regelmäßige seelsorgerische Betreuung einschränken.

Zudem stehen die Gemeinden unter einem zunehmenden Wettbewerb mit anderen religiösen Gruppen. Diese werben teilweise mit materiellen Versprechen oder konkreten Unterstützungsangeboten um Mitglieder. Dadurch geraten insbesondere junge Menschen in ein Spannungsfeld unterschiedlicher Erwartungen, was sich auch auf die Stabilität der Gemeinden auswirkt.

Unterstützung zugesagt

Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele Gemeinden ihren Glauben unter diesen Bedingungen bewusst leben und sich weiterhin engagieren. Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und am kirchlichen Leben festzuhalten, bleibt trotz der äußeren Einflüsse erhalten.

Bezirksapostel Stefan Pöschel brachte seine Wertschätzung für den Einsatz der Seelsorger vor Ort zum Ausdruck. Er sicherte ihnen seine Fürbitte zu und dankte für ihr Engagement unter oftmals herausfordernden Bedingungen. „Ich trage euch und eure Gemeinden in meinen Gebeten und bin dankbar für alles, was ihr hier leistet“, so der Bezirksapostel. Zugleich betonte er, dass die Gebietskirche die Gemeinden in Westafrika weiterhin begleiten und unterstützen werde.

April 10, 2026

Author: Frank Schuldt, Andreas Rother

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