Wiedergeboren mit einem neuen Herz und einem neuen Geist, um Teil einer neuen Verheißung zu sein. Was damit gemeint ist, erklärt der Stammapostel.
„Vielleicht sollten wir daran arbeiten, unseren Glauben an unserer eigenen Wiedergeburt immer wieder zu stärken“, mit diesen Worten leitete Stammapostel Jean-Luc Schneider den Gottesdienst am Sonntag, 8. März 2026, in Amersfoort (Niederlande) ein. Dabei bezog er sich auf das Bibelwort aus Hesekiel 11,19.20: „Und ich will ihnen ein anderes Herz geben und einen neuen Geist in sie geben und will das steinerne Herz wegnehmen aus ihrem Leibe und ihnen ein fleischernes Herz geben, damit sie in meinen Geboten wandeln und meine Ordnung halten und danach tun. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.“
Alter vs. neuer Bund
Der Prophet Hesekiel habe einen neuen Bund zwischen Gott und den Menschen verheißen. Im bisherigen, alten Bund habe Gott das Volk Israel zu seinem auserwählten Volk gemacht, es aus der Sklaverei in Ägypten befreit und in das verheißene Land geführt. „Dort hat er sie bewahrt, versorgt und gesegnet.“ Israel habe sich im Gegenzug an die durch Mose übergebenen Gesetze zu halten, aber sie seien nicht gehorsam gewesen und oft gescheitert. Doch Gott „hat sie weiter geliebt und wenn das Volk wieder bereut und die verlangten Opfer gebracht hat, hat er ihnen vergeben.“
Der neue Bund sei durch Jesus Christus gestiftet worden. Er war „der einzige Mensch, der vollkommen gehorsam war.“ Er habe Gottes Willen, seine Gesetze erfüllt und liebte seinen Vater sowie seinen Nächsten auf vollkommene Weise. „Seine Beziehung zu Gott war so wichtig für ihn, dass er lieber gestorben ist, als sie aufzugeben.“ In seiner Liebe zum Nächsten habe er das Opfer gebracht und Sündenvergebung, das ewige Leben, die Gemeinschaft mit Gott geschenkt.
Neues Leben in Christus
Durch die Wiedergeburt aus Wasser und Geist „sind wir eingegliedert in diesen neuen Bund.“ Daher glauben wir, …
- „… an Gott und folgen Jesus Christus, nicht um ein besseres Leben auf Erden zu haben, sondern um das ewige Leben zu erlangen.“
- „… an das Opfer Jesu Christi, an seine Auferstehung, an das ewige Leben.“
- „… an unsere eigene Wiedergeburt.“ Gott habe ein neues Herz und einen neuen Geist gegeben.
„Der Heilige Geist erklärt und offenbart uns den wahrhaftigen Willen Gottes.“ Er wolle, „dass du die Herrlichkeit Jesus Christus ererbst.“ Jetzt merke man: „Gott liebt mich.“ Diese Liebe stehe im Herzen und erwecke den Wunsch, sie zu erwidern und die Gebote zu halten.
Gottes Gesetze achten
„Je mehr ich Gott liebe, desto leichter fällt es mir, seine Gebote zu halten. Das ist der neue Geist, das neue Herz“, erläuterte der Kirchenleiter und weiter: „Gott misst unsere Beziehung zu ihm an unserem Gehorsam.“ Dieser beziehe sich auf das Gesetz Gottes. „Was ist das Gesetz Gottes?“
- „Das Gebot des Glaubens.“ Dazu gehöre, an Gott und Jesus Christus zu glauben, denn ohne Glauben sei es unmöglich, Gott zu gefallen. Glaube bedeute Vertrauen in die Liebe und das Wort Gottes, ohne zu schauen oder sogar zu verstehen.
- „Das Gebot der Liebe.“ Den Nächsten zu lieben hieße, ihm Gutes zu tun. Dies geschehe nicht aus Eigennutz, sondern um ihm zu zeigen, dass Gott ihn liebt. Und auch wenn die Bemühungen vergeblich scheinen, sei man beharrlich.
- „Das Gebot der Demut.“ Der Demütige wisse, er sei absolut angewiesen auf die Gnade Gottes, er habe eigentlich nichts verdient. Und wenn Gott nicht die Wünsche erfülle, begnüge man sich mit dem, was er gebe, und lehne sich nicht gegen ihn auf.
- „Das Gebot des Wachstums.“ Der neue Geist, das neue Herz müsse eine totale Erneuerung des Wesens bewirken. Es müsse eine Entwicklung stattfinden, in der die anvertrauten Gaben bestmöglich genutzt werden und es bis zur Vollkommenheit, bis zur Reife komme.
- „Das Gebot des Einsseins.“ Jesus wolle, dass die Seinen in ihm eins sind.
„Lasst uns freuen, wir sind Kinder Gottes. Eingegliedert in einen wunderbaren Bund“, appellierte der Stammapostel: „der neue Bund Jesu Christi.“










