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Glauben, wachsen, ankommen

Mai 1, 2026

Author: Andreas Rother

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Rettung hat einen Namen, der Weg hat ein Ziel, und Kraft gibt es von oben: Die Gottesdienste im Mai führen mitten hinein ins Glaubensleben.

Die Rettung hat einen Namen

Jesus – der Name ist Programm. Denn die hebräische Urform bedeutet übersetzt: „Gott hilft“ oder „Gott rettet“. Das – und mehr – bezeugen die Apostel Petrus und Johannes vor dem Hohen Rat: „Und in keinem andern ist das Heil“ (Apostelgeschichte 4,12).

Der Exklusivitätsanspruch kommt von Christus selbst: „Niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Johannes 14,6). Das zeigt, worin das Heil besteht: umfassende Rettung, geistliche Erneuerung und ewige Gemeinschaft mit Gott.

Was das für den Alltag bedeutet, darum geht es im ersten Sonntagsgottesdienst des Monats.

Vorwärts sehen, vorwärts gehen

Es ist ein Orientierungslauf: Wer nach hinten schaut, droht hinzufallen. Und wer sich des Wegesrandes widmet, der kommt nie an. So ähnlich beschrieb einmal Apostel Paulus das Bild des Glaubenslaufs: „Ich vergesse, was dahinten ist … und jage nach dem vorgesteckten Ziel“ (Philipper 3,13.14).

Wer im Glauben ankommen will, der muss sein Leben täglich neu an Jesus ausrichten. Denn die Entwicklung zum Wesen Christi ist ein lebendiger Prozess. Das erläutert der zweite Mai-Sonntag.

Auf den Spuren

Vom Vater in die Welt und aus der Welt zum Vater: So beschreibt Jesus Christus in Johannes 26,28 seinen Weg. Und der Gottesdienst an Himmelfahrt, 14. Mai 2026, zeigt Parallelen auf.

„Wir sind Gotteskinder und in die Welt gesandt, um Christus zu dienen und ihn zu bezeugen“, lautet die Leitlinie. „Wir folgen seinem Beispiel und entsagen entschlossen dem Bösen.“ Und schließlich: „Mit seiner Hilfe bleiben wir Herr unserer Bestimmung und werden unser Ziel erreichen.“

Die Kraft für den Weg

Weg, Lauf, Orientierung – das braucht Kraft. Immerhin. Jesus hat versprochen: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen“ (Apostelgeschichte 1,8). Und was bringt das? Damit befasst sich der dritte Sonntagsgottesdienst des Monats.

So viel vorweg: Kraft macht aus ängstlichen, mutlosen Jüngern, die sich verstecken, unerschrockene Verkünder des Evangeliums, die Zuversicht und Hoffnung verbreiten.

Nur gemeinsam ans Ziel

Der Heilige Geist ist auch die Kraft, die Kirche baut: „Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft“ (1. Korinther 12,13). Daran erinnert der Pfingstgottesdienst am 24. Mai 2026.

Es geht um das Bild der Kirche Christi als ein Leib: Die Gaben und Aufgaben sind verschieden. Aber kein Glied ist überflüssig. Und nur, wenn alle zusammenarbeiten, kann das Ziel erreicht werden.

Ein Gott, dreifach nah

Mit dem Pfingstgeschehen hat sich Gott der natürlichen Welt endgültig in seiner Dreieinigkeit offenbart: Der Glaube an Gott, den Vater, den Schöpfer. Der Glaube an Gott, den Sohn, richtet den Blick auf seine Menschwerdung. Und der Glaube an Gott, den Heiligen Geist, schenkt die Gewissheit: Der Mensch wird von Grund auf erneuert, und am Ende wird die neue Schöpfung die alte ablösen.

Den Segen der Dreieinigkeit nimmt der fünfte Mai-Sonntag unter die Lupe.


Foto: Camerene Pendl/peopleimages.com – stock.adobe.com

Mai 1, 2026

Author: Andreas Rother

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