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Einheit in der Vielfalt – das ist der Himmel 

Mai 24, 2026

Author: Andreas Rother

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„Wir haben einen neuen Stammapostel, was für ein Segen, was für eine Freude.“ – So platzte es heraus aus dem Amtsinhaber nach der Ordination seines Nachfolgers. 

„Nimm hin die Vollmacht, den Petrusdienst auszuüben.“ – Mit diesen Worten hat Stammapostel Jean-Luc Schneider heute in Kapstadt (Südafrika) den neuen internationalen Kirchenleiter Helge Mutschler ordiniert. Sein Wunsch an ihn: „Führe uns zu Jesus Christus, bring uns ihm immer näher.“ 

„In diesen Händedruck lege ich die Dankbarkeit von Millionen“, sagt Stammapostel Mutschler bei der Ruhesetzung seines Amtsvorgängers. „Du hast die Kirche gestärkt, die Kirche internationalisiert und ihre Vielfalt zum Strahlen gebracht“, zählt er unter anderem auf. „Dieser Gottesdienst war wie eine Zusammenfassung von dem, was du uns alles gelehrt hast.“ 

Pfingsten und die eigentliche Kirche 

Die Predigt zuvor stand unter dem Bibelwort aus 1. Korinther 12,13: „Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt.“ 

Pfingsten feiere die Kirche Christi, erläuterte Stammapostel Schneider. Damit sei nicht die Neuapostolische Kirche als menschgemachte Organisation gemeint, sondern die Gemeinschaft der wahrhaft Gläubigen. „Das ist etwas Heiliges und Perfektes.“ 

Aufgabe der Kirche Christi sei, das fortzuführen, was Jesus auf Erden getan hat: Gottes Natur, Liebe, Willen und Stärke zeigen, Sünder zur Umkehr und in die Nachfolge rufen, sich um die Leidenden kümmern und die Einheit der Gläubigen stärken. 

Stark nach anderen Maßstäben 

Wie Jesus zu seiner Lebzeit, so wirke auch die Kirche Christ mal stark und mal schwach. Doch die Stärke der Kirche Christi messe sich nicht an Einfluss, Reichtum oder Mitgliederzahlen, sondern an Treue, Liebe und Gehorsam gegenüber dem Willen Christi. 

„Sein Reich ist nicht von dieser Welt“, erinnerte der Stammapostel an die Aussage Jesu: Niemand könne behaupten, im Name Jesus zu regieren, Kriege zu führen oder Gewalt anzuwenden. Und das Evangelium sei kein Weg, um durch Glauben, Beten und Opfern reich zu werden. „Wir leben in einer Zeit, in der das durcheinandergebracht wird.“ 

Gemeinsam im Blick auf Christus 

Weltweit seien die Mitglieder der Neuapostolischen Kirche sehr unterschiedlich. „Das ist kein Unfall, das ist von Gott so gewollt.“ Allerdings neigten Menschen dazu, sich selbst als stark und die Andersartigen als schwach zu beurteilen. 

Über die Schwäche anderer zur urteilen, sei eine Gefahr für die Kirche. Entscheidend für die Zukunft der Kirche sei, wie die Gläubigen mit den Schwachen umgehe. Denn: „Was du dem Schwächsten tust, dass tust du Jesus Christus.“ 

„Einheit in der Vielfalt – das ist der Himmel“, ergänzte Stammapostelhelfer Mutschler. Und das zu erreichen sei so einfach: „Vereint im Aufschauen zu Christus“ – so wie jetzt gerade im Pfingstgottesdienst. „Das ist der Vorgeschmack.“ 

Foto: NAC Southern Africa

Mai 24, 2026

Author: Andreas Rother

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