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Wenn der Heilige Geist den Takt vorgibt

Juni 20, 2026

Author: Andreas Rother

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Nein, eigentlich wollte er nicht wieder ein Extra-Stück komponieren. Doch sein Bezirksapostel sah das anders – John Rodriques erzählt die Geschichte des Schlusslieds von Pfingsten 2026.

„Spirit Renewed“ heißt das Werk, mit dem 2023 der Pfingstgottesdienst in Kapstadt endete. Seitdem hat das Stück zehntausende von Menschen begeistert und sich unter neuapostolischen Christen zur allgemeinen Pfingsthymne gemausert.

Jetzt also, zu Pfingsten 2026, anlässlich seiner Ruhesetzung, wollte Stammapostel Jean-Luc Schneider gerne wieder nach Südafrika. Sollte es wieder ein neues Gottesdienst-Finale geben? Für „Spirit Renewed“-Komponisten John Rodriques, Leiter der Musikabteilung in der Neuapostolischen Kirche Afrika-Süd, musste das nicht unbedingt sein, für Bezirksapostel Peter Lambert dann doch eher schon.

Die Suche nach dem richtigen Ton

Eigentlich wollte Rodriques früher anfangen als beim letzten Mal – da hatten Chor und Orchester gerade mal sechs Wochen Zeit, das neue Werk einzuüben. Doch aus dem guten Vorsatz wurde nicht viel: Die Sorge, zu enttäuschen, machte ihm den Einstieg in die Arbeit schwer, gesteht er im Gespräch mit nac.today ein.

Und dann, mit einigem Beten und Ringen, kam sie doch, die Inspiration: „Send forth Your Spirit“ heißt das neue Stück. Der Text stammt im Kern aus Psalm 104, konkret aus den Versen 30, 31 und 35. Die Musik hat eine Vielfalt von kulturellen Quellen.

Immer drei: Verse, Themen, Chöre, Klangwelten

Drei Verse zählt das Werk, jeder mit ganz eigenem Charakter, sowohl inhaltlich als auch musikalisch. Verknüpft werden die einzelnen Teile durch einen Refrain. Der erste Vers dreht sich um Gott, den Schöpfer, der zweite um den Heiligen Geist, der dritte um den dreieinigen Gott und der Refrain um Jesus Christus.

Kinder, Jugend, Erwachsene: Jeden Vers dominierte ein anderer Chor. Und musikalisch reicht es vom klassisch klingenden Vers eins über den tanzartigen Vers zwei bis zum afrikanischen Vers drei mit einer Neuvertonung des Zulu-Traditionals „Siyahamba“ – „Wir wandeln im Licht des Herrn“.

Am Ende sprach die Musik für sich

Auch wenn die Probenzeit wieder kurz war, auf eines konnte sich der Head of Music aber verlassen: Dass die Sänger und Instrumentalisten auch eine 2026-Sonderanfertigung schnell meistern würden. „Die bewegen sich in der Musik wie Fische im Wasser.“

Und das war beim großen Finale des Pfingstgottesdienstes auch nicht zu überhören. „Wie wunderschön war das denn?“, bedankte sich der neue Stammapostel Helge Mutschler.“

Juni 20, 2026

Author: Andreas Rother

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