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Golgatha – Ort der Entscheidung 

Juni 30, 2026

Author: Sophie Berg

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Zweifel oder Vertrauen, Anklage oder Gebet – jeder hat die Wahl. Wer sich für Jesus Christus entscheidet, der wird nicht auf morgen vertröstet, den begleitet Jesus schon heute. 

In Vorbereitung auf Karfreitag hielt der damalige Stammapostelhelfer Helge Mutschler einen Gottesdienst am Sonntag, 15. März 2026 in Humpolec (Tschechien). Grundlage seiner Predigt war das Bibelwort aus Lukas 23,42.43: „Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ 

„Mit unserem Bibelwort schauen wir auf den Ort Golgatha“ – Schädelstätte – „einen schrecklichen Ort, der laut, roh und furchtbar ist.“ Jesus sei hier mit rostigen Nägeln an das Kreuz geschlagen worden, links und rechts von ihm je ein Verbrecher. „Wenn wir Menschen am Kreuz sind, dann sind wir zu einer Entscheidung gezwungen“, erläuterte der Stammapostelhelfer. „Man kann sich Jesus Christus gegenüber nur so oder so verhalten.“ Entweder nach links oder nach rechts – eine neutrale Mitte gibt es nicht. 

Die Enttäuschung des Gestas 

Einer der Verbrecher neben Jesus am Kreuz sei Gestas gewesen, so eine alte Überlieferung. Er habe der politischen Partei der Zeloten angehört und ein ganz bestimmtes Bild vom Messias gehabt: „Der ein göttliches Königreich auf dieser Erde aufrichtet und uns endlich von diesem Joch, von dieser Unterdrückung der Römer befreit.“ Er sei enttäuscht worden, der vermeidliche Messias hänge blutend mit ihm am Kreuz und rette weder sich noch ihn. 

Schaue man heute auf die Verhältnisse dieser Welt, kämem einem auch diese Gedanken: „Gott, wo bist du denn? Gott, du musst doch eigreifen!“ Daher habe man kein Recht, Gestas zu verurteilen. „Er ist uns immer wieder sehr nahe.“ Manchmal sei keine Hoffnung mehr da, die Zweifel würden wachsen und die Verzweiflung bräche sich Bahn. 

Das Vorbild des Dismas 

Der andere Verbrecher namens Dismas habe sich anders verhalten und drei Dinge getan: 

  • Er schaut auf sich selbst: „Er gibt nicht Gott die Schuld. Er zeigt nicht mit dem Finger auf andere.“ Ohne Selbstmittleid bekannte er schlicht, dass er ein Sünder sei. 
  • Er schaut auf Jesus: Er habe die Sündlosigkeit Jesus und sein himmlisches Königreich erkannt. „Dieser Mann ist ein König, der über dem Kreuz steht.“ 
  • Er betet: Er habe sich zu Jesus hingewendet und ihn gebeten: „Wenn du in dein Reich kommst, bitte ich dich nur um eines: Bitte erinnere dich an mich!“ 

„Dismas mag Vorbild sein. Du darfst dich selbst anschauen“, ermutigte Stammapostelhelfer Mutschler – keine Schuldzuweisungen. „Du darfst dich gegenüber Jesus Christus öffnen. Du darfst ihm vertrauen.“ Denn Jesus sei kein strafender König, sondern voll von Liebe, Vergebung und Barmherzigkeit. Niemand müsse Angst vor ihm haben, denn er sei der Freund der Sünder und Gescheiterten. „Zu diesem König darfst du sprechen und beten.“ Ohne große Worte, einfach: „Herr Jesu, gedenke meiner.“ 

Liebe bis zum Ende 

Jesus am Kreuz habe nur noch über einen letzten Rest Lebensenergie verfügt. „Aber er spart diesen letzten Rest seines Lebens nicht für sich auf, sondern er handelt für andere.“ Er habe sich um seine Mutter, den Jünger Johannes, Dismas, die Soldaten und das Volk gekümmert: „Vater, vergib ihnen.“ 

Nicht irgendwann, sondern heute 

Jesus Antwort an Dismas lautete: „… heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ Das Wort „heute“ betone die unmittelbare Nähe und Hilfe Jesus Christus. Denn er vertröste nicht auf die Zukunft, sondern begleite und stärke bereits jetzt. „Es mag sein, dass dein Problem, das du gerade hast, nicht verschwindet, aber Jesus Christus ist bei dir, ganz dicht neben dir, heute.“ 

Jesus habe Dismas nicht mit in den Himmel vor Gottes Angesicht genommen, aber mit ins „Paradies“. Laut dem Katechismus „einen Ort in der jenseitigen Welt für diejenigen, die im Glauben und Vertrauen an unseren Herrn Jesus Christus gestorben sind“, erklärte der Stammapostelhelfer. Einen „Ort der Geborgenheit“. 

Das Wort „Paradies“ verweise auch auf den Anfang, auf Adam und Eva. Dort werde es als ein „Ort von Beziehung, Gemeinschaft, Vertrauen und Liebe zwischen Gott und den Menschen“ beschrieben. Dieser Ort werde kommen und viel größer als der Ort der Geborgenheit sein. 

„Jesus Christus wird kommen“, untermauerte der Stammapostelhelfer. „An diesem Ort, dem Himmel, in den wir kommen werden, wird es nur eines geben: Beziehung, Vertrauen, Nähe und Liebe. Es wird wunderschön sein und wir werden Dismas treffen.“ 

Juni 30, 2026

Author: Sophie Berg

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