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Mit voller Kraft: Gemeinsam für Christus

Juli 7, 2026

Author: Andreas Rother

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Menschen für Christus gewinnen: Das ist das gemeinsame Ziel der Arbeitsgemeinschaft, die jetzt um die Neuapostolische Kirche als Vollmitglied gewachsen ist.

Seit Monatsbeginn ist die Neuapostolische Kirche ein Vollmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland. Den Antrag zur Aufnahme hatte sie im vergangenen Jahr gestellt. Und in einem schriftlichen Verfahren war die Zustimmung der bis dahin 20 anderen Vollmitglieder notwendig.

Mit dem Eingang des letzten Schreibens Ende Juni ist klar: Das Ja kam einstimmig. Offizieller Abschluss des Verfahrens ist im September ein Gottesdienst in der Neuapostolischen Kirche Prenzlauer Berg in Berlin. Die offiziellen Reaktionen darauf finden sich in der Bekanntmachung auf nak.org.

Die nac.today-Frage lautet indes: Warum macht man überhaupt so etwas?

Eine Stimme im Chor der Christen

„Wir sind uns bewusst, dass wir alle Christen sind“, hatte der damals gerade ordinierte Stammapostel Jean-Luc Schneider bereits Mitte 2013 in einem Interview erläutert. „Wir müssen gemeinsam für das Evangelium kämpfen, die Stimme des Evangeliums muss auch in der heutigen Gesellschaft hörbar werden, und dafür und daran arbeiten wir gemeinsam.“

„Wir glauben, dass es gut ist, wenn Christen sich in ihrem Bemühen zusammenschließen, diesen Ruf hörbar zu machen. Aus diesem Grund engagieren wir uns in der ökumenischen Bewegung“, erklärte Stammapostel Schneider auch im geistlichen Teil der jüngsten Bezirksapostelversammlung – der letzten seiner aktiven Amtszeit. „Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Menschen zu Christus kommen.“

Stammapostel Fehr ging voran

Er ist längst nicht der erste Stammapostel, der sich mit dem Thema auseinandersetzt. Den offiziellen Anstoß hatte sein Vorvorgänger Richard Fehr gegeben, als er 1999 die Projektgruppe „Ökumene“ gründete.

Regelmäßige Gespräche zwischen der Neuapostolischen Kirche und der ACK in Deutschland gab es seit 2001 auf regionaler und seit 2008 auf nationaler Ebene. Seit April 2019 gehörte die Neuapostolische Kirche der ACK als Gastmitglied an.

Auch in anderen europäischen Ländern zählt die Neuapostolische Kirche zu den ökumenisch engagierten Kirchen. So gibt es in den Niederlanden, in Luxemburg, in der Schweiz und in Österreich entsprechende Kooperationen oder Mitgliedschaften von örtlichen bis zu nationalen Ebenen.

Profil bewahrt, Impulse eingebracht

Dass solche Aktivitäten auf Vorbehalte unter Kirchenmitgliedern stoßen können, weiß auch Apostel Arne Herrmann, der Ökumene-Referent der Neuapostolischen Kirche International. „Wir haben unser Profil nicht aufgegeben, sondern eingebracht“, blickt er auf die gut 25-jährige Wegstrecke zurück.

Schließlich lehre der Katechismus, dass das Apostelamt für die ganze Kirche Christi gegeben sei. Und mit der Naherwartung zur Wiederkunft Christi und dem Entschlafenenwesen gebe es genug Gesprächsstoff für den theologischen Dialog.

Dass der Weg vor allem international gesehen noch nicht zu Ende ist, ließ sich vor vier Jahren beobachten, als der Weltkirchenrat erstmals in Deutschland tagte. Sich auf dieser Ebene einzubringen, das hatte die Kirchenleitung in den 1960er-Jahren noch abgelehnt. Und 2022 hat die Neuapostolische Kirche einen offiziellen Delegierten geschickt – bislang im Beobachter-Status.


Foto: high_resolution – stock.adobe.com

Juli 7, 2026

Author: Andreas Rother

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