Hinsehen, hingehen, helfen: Rund um die Welt engagieren sich Menschen für andere in Not. Mit dabei auch neuapostolische Hilfswerke – ein Überblick zum Welttag der humanitären Hilfe.
Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter lässt wenig Spielraum: Wer Not sieht, soll nicht wegschauen. Menschen zu helfen, gehört zum Evangelium – und damit zum Christsein. Das gilt für den Einzelnen genauso wie für die Kirche als Gemeinschaft.
Hilfe kennt keine Unterschiede
Diesem Auftrag stellt sich auch die Neuapostolische Kirche. Entscheidend ist die Not des Menschen – nicht Geschlecht oder Alter, Hautfarbe oder Herkunft, Nationalität oder Religion.
Vieles davon geschieht direkt vor Ort: Menschen aus den Gemeinden engagieren sich ehrenamtlich, packen an, sammeln Spenden oder leisten ganz konkrete Hilfe. Doch dabei bleibt es nicht. Die Kirche hat auch eigene Organisationen gegründet, die humanitäre und soziale Arbeit professionell und dauerhaft unterstützen.
Hilfe im Verbund
Folgende neuapostolische Hilfswerke sind im Einsatz:
- human aktiv: 2018 aus dem „Missionswerk“ hervorgegangen, das es seit 1993 gibt; vor allem in den Ländern tätig, die von der NAK Süddeutschland betreut werden.
- Kumea: „Kujenga Maisha East Afrika“; besteht seit 2010, im Bezirksapostelbereich Ostafrika aktiv; „Kujenga Maisha“ ist Swahili und heißt „Leben schaffen“.
- Masakhe Foundation: 2013 gegründet und heute vor allem in Südafrika im Einsatz; „Masakhe“ ist Xhosa und bedeutet „Lasst uns aufbauen“.
- NAC Foreign Extension: finanziert Aktionen und Projekte in elf Ländern des Bezirksapostelbereichs Kanada.
- NAC SEA Relief Fund: seit 2011 offiziell registriert; Einsatzschwerpunkt in Südostasien.
- NACare: 2016 auf Nachfrage von Kirchenmitgliedern entstanden, die nach Naturkatastrophen helfen wollten; vor allem auf Fidschi, im Südpazifik und in Australien aktiv.
- NACRO: Hilfswerk des Bezirksapostelbereich Sambia, Malawi, Simbabwe; 2002 unter dem Namen „Henwood Foundation“ gegründet.
- NAK-Diakonia: richtet sich seit 2002 insbesondere an Gemeindemitglieder in Ländern, die von der Neuapostolischen Kirche Schweiz betreut werden.
- NAK-Humanitas: hervorgegangen aus der Missionsstiftung der Neuapostolischen Kirche Schweiz, die 1988 gegründet wurde; relativ breiter internationaler Fokus mit Schwerpunkt auf die von der NAK Schweiz betreuten Gebietskirchen.
- NAK-karitativ: 2001 als Hilfswerk deutscher Gebietskirchen entstanden, zuletzt in 19 Ländern im Einsatz – mit Schwerpunkt im östlichen Afrika.
- re Charitable Ministry: Hervorgegangen aus einer Hilfsaktion von Freiwilligen nach dem Hurrikan Katrina im Jahr 2005; aktiv in den Ländern des Bezirksapostelbereichs USA.
- Ser Prójimo: „Ein Nächster sein“ bringt seit 2016 junge Leute aus der Gebietskirche Argentinien zusammen, die anderen Menschen helfen wollen.
- Stichting Corantijn: 1997 von der Neuapostolischen Kirche Niederlande gegründet, um Menschen in Suriname zu helfen.
Ob Soforthilfe nach einer Katastrophe, Unterstützung für eine soziale Einrichtung oder ein langfristiges Entwicklungsprojekt: Die Organisationen planen, fördern und finanzieren Hilfsmaßnahmen in aller Welt.
Und das meist nicht im Alleingang. Sie suchen sich Partner, die etwas mitbringen, was für wirksame Hilfe entscheidend ist: Lokale Organisationen kennen Menschen, Verhältnisse und Bedürfnisse vor Ort. Internationale Verbände wiederum verfügen über Erfahrung, Netzwerke und Infrastruktur. So kommen unterschiedliche Stärken zusammen – damit Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird.
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