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Gott versorgt – notfalls auch durch Raben

September 2, 2026

Author: Oliver Rütten

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Ein Prophet auf der Flucht, Raben als Versorger und ein Gott, auf den man sich verlassen kann. Fünf Lehren zieht der Stammapostel aus der Begebenheit am Bach Krit – die alle zusammen das Wichtigste sagen.

Knapp 1100 Gottesdienstteilnehmer kamen am Montag, 29. Juni 2026, in der Gemeinde Boende zum Gottesdienst zusammen. Stammapostel Helge Mutschler feierte ihn in der Provinz Tshuapa, im Arbeitsbereich von Bezirksapostel Élie Taty Mukinda, Gebietskirche Demokratische Republik Kongo West. 

Grundlage der Predigt war ein Wort aus dem ersten Buch der Könige: „Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends, und er trank aus dem Bach“ (1. Könige 17,6). Die Predigt wurde am Altar vom Englischen ins Französische und Lingala übersetzt. 

Der Stammapostel erinnerte zu Beginn an das Jahresmotto 2026: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“ Gründe zur Angst gebe es im Alltag reichlich: die Frage, woher das tägliche Brot komme, die Erziehung der Kinder im Glauben, eine Krankheit und ihr weiterer Verlauf, die Entwicklung des Landes und der Erde. Es brauche Vorbilder, die dem Motto folgten. Eines davon stehe im Kapitel um das Bibelwort.

Ahab, Elia und die Dürre

Vor 2800 Jahren habe in Israel König Ahab regiert, erzählte der Kirchenleiter. Ahab habe den Glauben an den einen Gott verlassen, dem Götzen Baal einen Tempel gebaut und vor einem Bild gebetet, das in der Dürre Regen bringen solle. Zur selben Zeit habe dort der Prophet Elia gelebt.

Elias Name bedeute, Gott sei sein Herr, und diesem einen Gott sei er treu geblieben. Er sei dem König voller Mut entgegengetreten und habe ihm eine Dürre angekündigt. Danach habe er fliehen müssen und nicht gewusst, wohin. Gott habe den Propheten an den Bach Krit gewiesen und ihm dort Raben als Versorger zugesagt. Raben aber seien unreine Tiere, erläuterte der oberste Geistliche. Elias erster Gedanke habe gelautet: „Das kann ich nicht tun. Raben sind unreine Tiere.“ Der zweite Gedanke sei dann Gehorsam gewesen. Elia sei losgegangen. 

Was Elia über Gott lernte

Am Bach sei dann geschehen, was das Bibelwort berichte. Jeden Morgen und jeden Abend hätten die Raben Brot und Fleisch gebracht, und aus dem Bach habe Elia trinken können. Fünf Lehren zog der Stammapostel aus dieser Geschichte und legte sie der Gemeinde nacheinander vor.

  • Gott ist der Eine: Nur dieser eine Gott vermöge alles; der Baal und sein Bild hätten nichts ausrichten können. Seine Achtung vor Kultur und Traditionen betonte er ausdrücklich. Die Frage gehe dennoch an jeden Einzelnen, ob Amulette, Ahnenkult, Hexerei, Heiler oder falsche Propheten wichtiger seien als Jesus Christus. „Als neuapostolische Christen brauchen wir keine Heiler, wir brauchen keine Hexerei, wir brauchen keine Amulette.“
  • Gott verrät niemanden: Elia sei in Gefahr gewesen und habe sich verbergen müssen; Gott habe ihn nicht an die Verfolger verraten. Vor ihm lasse sich das Innerste aussprechen, auch das Privateste. „Gott bewahrt die Geheimnisse, die du ihm anvertraust.“
  • Gott hält Wort: Was Gott dem Propheten zugesagt habe, sei eingetroffen. Die größte Zusage aber betreffe die Zukunft: Christus werde wiederkommen und die Seinen als Braut heimholen. „Gott ist die Wahrheit. Gott lügt nicht.“
  • Gott weist den Weg: Fast täglich stellten sich Entscheidungen. Der Kirchenleiter wandte sich damit direkt an die Gemeinde: „Hast du Gott schon gefragt, was der allerbeste Weg für dein Leben ist?“
  • Gott versorgt: Er verwies auf die Bergpredigt, in der Jesus nach dem Grund der vielen Sorgen um Kleidung, Essen und Trinken gefragt habe. Wer im Gottesdienst um das tägliche Brot bitte, bekomme es. „Er schenkt uns auch das, was unser Herz und unsere Seele brauchen.“

Was der Gottesdienst gibt

Was der Mensch tief im Herzen brauche, sei das Gefühl, sicher zu sein, ein Zuhause zu haben, angenommen und geliebt zu werden. Genau das gebe Christus der Gemeinde in einem Gottesdienst mit, führte der oberste Geistliche aus. Das Brot des Lebens, das der Gottesdienst reiche, sei dieser eine Satz: „Mein Kind, ich liebe dich.“

Manchmal müsse man fliehen, weil man verfolgt werde, sagte der Stammapostel. Doch der Himmel werde kommen. Dort gebe Gott mehr, als ein Mensch sich vorstellen könne, und es werde keinen Hunger und keinen Durst mehr geben, keine Krankheit und keinen Schmerz. Am Ende der Predigt stand ein Satz über das, was dort warte: „Dort werden nur die offenen Arme unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus sein, der sagen wird: ‚Ich liebe dich‘.“

Foto: top images – stock.adobe.com

September 2, 2026

Author: Oliver Rütten

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