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September 7, 2026

Author: Sophie Berg

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Bildung ist der Feind der Religion, meinen manche. Klar ist jedenfalls: Religion ist kein Feind der Bildung. Das zeigt dieser Überblick zum Welttag der Alphabetisierung. 

Die UNESCO rief 1966 dem 8. September diesen Gedenktag aus. Seither wird er jedes Jahr auf lokaler, nationaler und regionaler Ebene gefeiert, um politische Entscheidungsträger, Praktiker und die Öffentlichkeit an die wichtige Bedeutung der Alphabetisierung zu erinnern. Denn nur sie schafft eine gebildetere, gerechtere, friedlichere und nachhaltigere Gesellschaft. 

Nach wie vor verfügten 2024 mindestens 739 Millionen Jugendliche und Erwachsene nicht über grundlegende Lese- und Schreibfähigkeiten. Zudem erreichen 4 von 10 Kindern nicht die Mindestkompetenzen im Lesen und 2023 gingen 272 Millionen Kinder und Jugendliche nicht zur Schule. 

Dieses Jahr feierte die Escola Nova Apostólica in Carcavelos-Sassoeiros bei Lissabon (Portugal) ihr 40-jähriges Bestehen. Sie eröffnete im September 1985 ihren Betrieb und war damals die erste neuapostolische Schule weltweit. Bis heute stellt die Kirche die Klassenräume der Schule zur Verfügung. Finanziert wird der Betrieb über Elternbeiträge und öffentliche Fördermittel. Mittlerweile umfasst das Angebot der Privatschule eine Krabbelgruppe für Kleinkinder, drei Kindergartengruppen sowie eine Grundschule mit den Klassen eins bis vier und steht Kinder unabhängig ihrer Konfessionen offen. 

In Kapstadt (Südafrika) machen sich seit 2018 die Masakhe Foundation und NAK-karitativ gemeinsam für Kinder und Jugendliche stark. Das Projekt „Skills Unlimited“ bietet jungen Menschen eine Alternative: Berufsausbildung statt Straße. Das Ausbildungsprogramm bietet sechs Berufsmöglichkeiten an: Friseurhandwerk, Holzverarbeitung, Fliesen- und Pflasterleger, Klempner- und Sanitärarbeiter, Computeranwendungen sowie Bewerbungstrainings. Die Resultate sind positiv und die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen steigt und steigt. Um die Ausbildungsstätten an einen Ort zu bringen und mehr Plätze zu schaffen wurde ein ehemaliges Kirchengebäude in ein vollausgestattetes Berufsausbildungszentrum umgebaut, dem „Skills Unlimited Training Center“. 

Ein Kinderheim in Garacharma, auf den Andamanen (Indien) bietet benachteiligten Mädchen und jungen Frauen im Alter von 5 bis 18 Jahren bis zu ihrem Schulabschluss eine sichere Umgebung und die Möglichkeit, von dort aus die öffentlichen Schulen in Indien zu besuchen. NAC India und NAK-karitativ haben bereits Sanierungsarbeiten am Gebäude durchgeführt: Modernisierung der Elektro- und Sanitärinstallationen, Sicherheits- und Wetterschutzmaßnahmen, Einrichtung eines Spiel- und Lernzimmer samt Bibliothek, Erweiterung der Küche. Hinzu kommen Unterstützung bei Schulgebühren und Materialen sowie der Aufbau eines kleinen Ausbildungszentrums. 

Auf den Philippinen sind durch NACSEARelief und NAK-HUMANITAS zwei neue Grundschulen gebaut worden, die 2025/2026 offiziell an das Bildungsministerium übergeben wurden. Sowohl die Amontay-Grundschule in Binalbagan, Negros Occidental, als auch die Datal-Uga-Grundschule in Kiamba, Provinz Sarangai erhielten ein Gebäude mit je zwei Klassenzimmern, einem Lehrerzimmer, Schulmöbeln, drei Sanitäranlagen und Handwaschbereichen. Außerdem konnten durch das NACSEARelief-Stipendienprogramms 41 Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 2024-2025 ihren Abschluss machen. 

Die damaligen Gebietskirchen Niedersachsen und Südsudan haben von 2008 bis 2012 in Juba (Südsudan) einen Kindergarten und eine Grundschule aufgebaut, die nach und nach durch eine Vorschule, einer Wasseraufbereitungsanlage, einer Krankenstation mit Apotheke sowie 2018 um eine weiterführende Schule ergänzt wurde. NAK-karitativ finanziert seit 2016 die Schulspeisungen und ist dabei das Problem der unzuverlässigen öffentlichen Stromversorgung zu lösen – denn ohne Strom stockt der Schulbetrieb. Mit einer Solaranlage auf dem Dach soll der Strom stabil und zuverlässig fließen. 

In Sambia sind NAK-karitativ und NACRO bemüht die Bildungsinfrastrukturen weiter zu verbessern. An den drei Schulen Makapaela, Ganda, Matenda werden Klassenzimmer, Lehreunterkünfte und sanitäre Einrichtungen errichtet und verbessert sowie Schulgärten angelegt, um Unterricht von der Vorschule bis zur Sekundarstufe anzubieten. Ein Schwerpunkt liegt bei der Hygieneaufklärung, der Errichtung von Trinkwassersystemen und angemessenen Sanitäranlagen an Grundschulen. 

In Sebeta (Äthiopien) steht seit 2005 die Selam Hiwot School, die das „Missionswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland“ (heute humaNAKtiv) gebaut hat. Sie geht von der ersten bis zur sechsten Klasse und rund 600 Kinder besuchen die Schule. humaNAKtiv finanziert nicht nur die laufenden Unterhaltskosten, sondern auch das Schulmaterial. Durch die Einnahmen der Charity-Tour konnte die Schule 2026 durch den Bau zweier zusätzlicher Klassenzimmer und einer Bibliothek erweitert werden. 

Foto: NAK Westdeutschland, NAK-karitativ, Masakhe Foundation, NACSEARelief, NAK-HUMANITAS, NACRO, humaNAKtiv

September 7, 2026

Author: Sophie Berg

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