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Anleitung zur Selbstliebe – und darüber hinaus

April 14, 2026

Author: Andreas Rother

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„Leute, passt mal auf, macht keine Unterschiede.“ So klingt der Aufruf aus der Bibel heute. Dabei geht’s ums Lieben. Wie ist das zu schaffen? Der Stammapostel weiß Rat.

Hintergrund ist Jakobus 2,8: „Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach der Schrift: ‚Liebe deinen Nächsten wie dich selbst‘, so tut ihr recht.“ Darum drehte sich der Gottesdienst am 22. Februar 2026 in Plauen (Deutschland).

Und bis zum Ende wurde deutlich: Gott möchte, dass wir unseren Nächsten – und auch uns selbst – lieben, weil Gott uns liebt, und zwar so, wie er uns liebt.

Der Dreiklang der Liebe

„Mit den Reichen war man in der Gemeinde ganz lieb und ganz nett“, erläuterte Stammapostel Jean-Luc Schneider den Zusammenhang des Bibelwortes. „Und die Armen hat man dann ein bisschen vernachlässigt.“ Dem hält Jakobus das Gebot der Nächstenliebe entgegen, das schon im Alten Testament auftaucht.

Das hatte Jesus in seiner Bergpredigt aufgegriffen und später vertieft. Zum einen mit dem Praxistipp: „Was du willst, dass man dir tut, tue es dem anderen.“ Und zum anderen mit der ganz neuen Dimension: „Liebt euch untereinander, wie ich euch liebe.“

Wie Gott uns liebt

Gott habe seine Liebe bewiesen, betonte der Kirchenleiter:

  • „Gott hat dich geschaffen. Du bist kein Zufall. Er wollte, dass es dich gibt.“
  • „Gott sorgt für uns. Er gibt uns alles, was wir brauchen, um zu leben.“
  • „Gott will, dass du auf ewig mit ihm bist. Dieses Sehnen nach der Gemeinschaft mit dir ist so stark, dass er seinen Sohn auf die Erde gesandt hat und ihn für dich geopfert hat.“
  • „Gott hat einen Weg geschaffen, der dir erlaubt, diese Gemeinschaft zu erlangen. Egal, wo du heute stehst, egal, wie es dir heute geht, egal, was deine Vergangenheit war, egal, was deine Gegenwart ist, es gibt für dich einen Weg.“
  • „Gott respektiert deine Freiheit. Er wird dich niemals zwingen.“

Wie man sich selbst liebt

„Den Nächsten lieben, wie Gott uns liebt.“ Und „den Nächsten lieben, wie wir uns lieben.“ Das heißt auch: „Liebe dich, wie Gott dich liebt“, führte der Stammapostel aus:

  • „Miss deinen Wert nicht an deinem Erfolg oder deinem Scheitern und gar nicht an der Meinung anderer. Miss deinen Wert an der Liebe Gottes für dich.“
  • „Gehe vernünftig und vorsichtig mit deinem Körper, mit deinem Geist um. Setze deine Kräfte und Gaben ein, gehe keine unnötigen Risiken ein.“
  • Wünsche dir das Beste. Das Beste ist die ewige Gemeinschaft mit Gott. Das ist die Krönung der Selbstliebe. Leiste dir das Beste. Das heißt: Bezahle, was zu zahlen ist. Opfere den alten Adam.“
  • Gehe den sicheren Weg. Gehe den Weg der Nachfolge Jesu Christi. Nimm die Hilfe und die Gnade an, die Gott dir schenkt.“
  • „Und bewahre dir deine Freiheit. Du willst das ewige Leben. Niemand soll dich daran hindern. Die sollen sagen, machen, publizieren, sich benehmen, wie sie wollen. Ich bin frei.“

Wie man die Anderen liebt

Und was heißt „liebe deinen Nächsten“ in diesem Sinn? Die Antwort:

  • „Wir wollen unseren Nächsten, egal, wie er istso sehen, wie Christus ihn sieht: Ein Geschöpf Gottes, eine Seele, die Gott liebt und erretten will.“
  • „Was ihr wollt, dass die Leute euch tun, das tut für sie. Nächstenliebe zwingt uns dazu, zu überlegen. Meine Entscheidung hat ja nicht nur Folgen und Konsequenzen für mich, sondern auch für den Nächsten, ganz praktisch, ganz konkret im normalen täglichen Leben.“
  • „Wir wünschen dem anderen das Heil, das wir haben. Ja, klar, der hat es nicht verdient, die hat es nicht verdient, aber ich auch nicht.“
  • „Wir wollen diesen Seelen helfen, Gott zu erkennen, Gott zu finden und seine Liebe zu erfahren. Das brauche ich nicht groß zu predigen durch Worte – durch unser Verhalten im täglichen Leben, so geht das.“
  • „Und auch da werden wir unsere Freiheit bewahren. Egal, ob es uns gut oder schlecht geht: Wir wollen zum Heil des Nächsten beitragen.“

April 14, 2026

Author: Andreas Rother

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