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Das Ende der Angst – das Rezept zum Frieden 

Oktober 14, 2026

Author: Sophie Berg

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Frieden ist mehr als ein Waffenstillstand. Er beginnt dort, wo Angst weicht, Mauern fallen und Menschen einander wieder zuhören. Jesus Christus zeigt, worauf es ankommt. 

„Das Thema Frieden und Unfrieden ist überall aktuell“, leitete Stammapostel Helge Mutschler den Gottesdienst am Sonntag, 13. September 2026, in Wien (Österreich) ein. Eine große Sehnsucht nach echtem Frieden, nicht nur nach Waffenstillstand sei da – Frieden in den Weltverhältnissen, der Familie, der Gemeinde. „Eigentlich wissen wir, wie es geht: Dem andern zuhören und den ersten Schritt machen und ein bisschen nachgeben.“ Die Realität sei anders, die Menschen bekämen es nicht hin. 

Das wusste auch Apostel Paulus. Und deshalb schrieb er in Epheser 4,1–3: „So ermahne ich euch nun, ich, der Gefangene in dem Herrn, dass ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid, in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens.“ 

Seine Worte seien auch heute an einen jeden gerichtet. Das Wort „ermahnen“ sei im Sinne von bitten, trösten und zusprechen zu verstehen. Und „wandelt der Berufung würdig“ heiße, auf dem begonnenen Weg als Christen einfach weiterzugehen.  

Christus der Mauerbrecher 

„In Jerusalem im Tempel gab es eine kniehohe Mauer zwischen zwei bestimmten Bereichen und dort waren Schilder“, erklärte der Stammapostel. „Auf ihnen stand: ‚Wer dieses Mäuerchen überschreitet, ist des Todes.‘“ So habe man die Menschen von Gott und  voneinander getrennt. „In diese Realität Jerusalems hinein, in dieses Ausgrenzen, in dieses Mauern-Schaffen sagt Paulus in Kapitel zwei: ‚Denn er ist unser Friede.‘“ 

„Er“ ist Jesus Christus, er habe die Mauer zerbrochen, indem er die Trennung zwischen Mensch und Gott sowie zwischen den Menschen wegnahm. Bereits bei den Hirten auf dem Feld sei dies verkündet worden: „Friede auf Erden.“ Und in jedem Gottesdienst höre man die Worte: „Der Friede des Auferstanden sei mit euch.“  

Die Wurzel des Unfriedens 

„Der Friede ist da, der Friede ist gemacht, der Friede ist keine Utopie.“ Dennoch herrsche viel Unfrieden, doch dahinter stecke vermutlich Angst: 

  • „Da ist einer, der sich immer aufplustert und in den Mittelpunkt stellt und so sehr die Bedürfnisse aller anderen missachtet.“ – Die Angst, man werde nicht geliebt. 
  • „Da ist einer, der bei der kleinsten Kritik sofort explodiert, der streitlustig ist, der alle Situationen sofort immer eskaliert.“ – Die Angst, man werde übersehen. 
  • „Da sind die Leute, die andere fallen lassen und Treue nur auf Zeit versprechen.“ – Die Angst, es gäbe keine Hoffnung mehr. 

In diese Angst komme Jesus Christus, der die Liebe ist und seine vollkommene Liebe treibe alle Angst aus. 

Das Angesicht des Friedens 

Demut, Sanftmut, Geduld seien kein Befehl, sondern das Angesicht des Friedens Jesu: 

Demut: Jesus „wird klein, wird Menschenkind“. Er demütige sich bis zum Tode am Kreuz und wasche den Jüngern die Füße. Sein Verhalten mache deutlich: „Ich liebe dich.“ 

Sanftmut: Jesus habe alle Macht, fordere dennoch Petrus in Gethsemane auf, sein Schwert wegzustecken. Er zeige so: „Du musst dich nicht durchsetzen, ich trete für dich ein.“ 

Geduld: Jesus mache nach seiner Auferstehung Petrus wegen seiner Verleugnung keine Vorwürfe, sondern frage „Liebst du mich?“ Er unterstreiche damit: „Ich gebe dich nicht auf.“ 

Wo diese Liebe erfahren werde, löse sich die Angst, wo sich die Angst löse, höre der Kampf auf und dann würden Demut („Ich achte dich höher als mich selbst und sehe, was dir nützt“), Sanftmut („Ich sehe dich, höre dir zu, gebe dir das letzte Wort“) und Geduld („Ich bleibe bei dir“) wachsen. „Jesus Christus ist das Rezept zum Frieden.“ 

Das Ende der Angst 

Jede dieser Ängste werde ein endgültiges Ende finden: 

  • Wenn Jesus Christus wiederkomme und seine Brautgemeinde zu sich hole, dann verschwinde die Angst, nicht geliebt zu werden. 
  • Wenn das Friedensreich komme, werde Jesus Christus allen Menschen zu ihrem Recht verhelfen und allen das Evangelium verkünden, dann verschwinde die Angst, nicht gesehen zu werden. 
  • Wenn Gott in der neuen Schöpfung alle Tränen wegwische und endgültiger Friede herrsche, dann verschwinde die Angst, dass es keine Hoffnung mehr gäbe. 

Seine Predigt schloss der Kirchenleiter mit den Worten des Apostel Paulus: „Ich möchte uns alle motivieren, auf diesem Weg, den wir schon längst beschritten haben, einfach mit dem Herrn weiter zu gehen, denn dort ist der Friede.“ 

Oktober 14, 2026

Author: Sophie Berg

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