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Geliebt, befreit, angenommen

September 16, 2026

Author: Andreas Rother

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Keine Angst, kein Leistungsdruck, kein Kampf um Liebe: Wer die eigene Beziehung zu Gott versteht, der kann ganz anders mit Schuld, Leid und Zukunft umgehen.

Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Bin ich geliebt? „Vielleicht in jedem von uns sind diese Fragen“, sagte Stammapostel Helge Mutschler im Gottesdienst am 12. Juli 2026 in Nürtingen (Deutschland).

Hinter diesen Fragen stecke die Sehnsucht, geliebt zu werden und einen Platz zu haben. „Und genau das ist letztlich der Himmel. – Diese schönste aller Beziehungen, diese Nähe, dieses Vertrauen, diese Liebe zwischen Gott und Mensch und Mensch und Gott.“

Unter Zwang oder ganz zu Hause

„Was kann das für eine Art von Beziehung sein zwischen Gott und Mensch?“ Zwei Modelle stellte Paulus in Römer 8,15 einander gegenüber: „Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!“

Einerseits der Sklave: Er muss still sein, hat Angst vor Strafe, lebt unter Zwang, ohne Rechte und ohne Besitz. Andererseits das Kind: Es darf alles sagen, muss keine Angst haben, trägt den Namen der Familie und wird später alles erben.

Der Weg in die Freiheit

„Ein Merkmal des Sklaven ist, dass er sich nicht selbst befreien kann“, erläuterte der Stammapostel. Aber es gab eine Möglichkeit vor 2000 Jahren. „Es konnte ein neuer Herr kommen und konnte sich zum Vater erklären. Er musste einen großen Geldbetrag bezahlen. Und dann nahm er den Sklaven als Sohn, als Tochter an und auf in sein Haus. Und dann war das Kind frei.“

„Wir waren alle Sklaven der Sünde.“ Aber: „Dann kam Jesus Christus und hat uns losgekauft. Mit seinem Blut, mit allem, was er hat, letztlich mit seiner ganzen Liebe.“ Mehr noch: „Er hat uns aufgenommen, hineingenommen als Kind in das Haus des Vaters.“ Und  das bedeutet: „Du bist ein freies Kind, das angstfrei leben darf vor Gott. Freies Kind, das alles fragen darf. Freies Kind, was am Ende alles erben wird.“

Schon heute ein Stück Himmel

„Manchmal fragen wir uns: Ist das zu schön, um wahr zu sein?“ Allerdings heißt es im Römerbrief einen Vers später: „Der Geist selbst gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind“. Und so ergänzte der Kirchenleiter: „Du darfst auf diese innere Glocke des Heiligen Geistes hören, der dich sicher macht. – Es ist Realität. Und diese Realität ändert alles.“

  • Es verändert den Umgang mit den eigenen Sünden: „Du bist Kind und mögest dich daran erinnern, dass du mit all deiner Sünde zu diesem Vater gehen darfst und Vergebung empfangen und Zuspruch und Mut empfangen darfst.“
  • Es verändert den Druck, im Glauben etwas leisten zu müssen: „Du brauchst dir Gottes Liebe nicht zu verdienen. Die Liebe Gottes ist da. Er liebt dich so, wie du bist.“
  • Es verändert das Bewusstsein im Leid: „Er ist bei dir. Er ist dein Vater. Du bist nicht allein im Überlebenskampf und seine Liebe ist größer als alle Mächte und Gewalten.“
  • Es verändert die Lebensperspektive: „Du Kind Gottes wirst erben und erbst schon jetzt Vorgeschmack des Himmels. Aber der Tag wird kommen, wo Jesus Christus wiederkommt und wo du ihn sehen wirst, wie er ist.“

„Deswegen dürfen wir heute schon rufen ,Abba‘“. So bezeichnete Jesus Christus den allmächtigen, starken Gott im Himmel. Übersetzt so viel wie: lieber Vater, Väterchen, Papa!

September 16, 2026

Author: Andreas Rother

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