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Je tiefer die Nacht, umso näher der Morgen

August 12, 2026

Author: Andreas Rother

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Die Stürme des Lebens sind mächtig: Dunkelheit, Gegenwind und vergebliches Rudern. Doch Jesus Christus verliert die Seinen nie aus dem Blick – und kann heute erst recht übers Wasser gehen.

Stammapostel Helge Mutschler feierte einen Gottesdienst am Freitag, 3. Juli 2026, in Demba (DR Kongo). Grundlage seiner Predigt war das Bibelwort aus Markus 6,50b–51a: „Aber sogleich redete er mit ihnen und sprach zu ihnen: Seid getrost, ich bin‘s; fürchtet euch nicht! Und er stieg zu ihnen ins Boot, und der Wind legte sich.“

Die Speisung der Fünftausend bildete die Geschichte um dieses Bibelwort. Nur wenige Brote und Fische hatten Jesus und seine Jünger, um die Fünftausend Menschen satt zu bekommen. Viel zu wenig für so viele. Doch Jesus habe ein Dankgebet gesprochen, die Gaben gesegnet und am Ende sei sogar noch etwas übriggeblieben, erläuterte der Stammapostel.

Für die Menschen sei Jesus „jemand ganz Besonderes“ gewesen, daher wollten sie ihn zum König machen. Jesus reagierte mit den Worten: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt, mein Reich ist im Himmel.“ Dann habe er seine Jünger zurückgelassen und sei auf einen Berg gestiegen, um zu beten. Von dort aus habe er die Jünger in einem Boot auf dem See gesehen, bei Nacht und im tobenden Sturm, wie sie vergeblich gegen diesen anruderten.

Rudern gegen den Sturm

„Manchmal, besonders nachts, fühlen wir uns verloren und einsam“, führte der Stammapostel aus. „Manchmal kommen uns nachts die Sorgen und Probleme in den Sinn.“ Manchmal erinnere man sich an schlechte Erfahrungen im eigenen Leben, fremde Geräusche schreckten einen auf und die Angst vor unkontrollierbaren Mächten komme.

„So war die Nacht für die Jünger und sie befanden sich in einem gewaltigen Sturm.“ Jeder habe Stürme des Lebens: ein krankes Kind, für das kein Arzt da sei oder eine vernichtete Ernte. Ein weiterer Wind, der einem entgegenwehe, seien Anfeindungen des eigenen Glaubens wegen.

„Die Jünger ruderten und ruderten mit großer Anstrengung, doch es war vergeblich, denn die Kraft des Windes war zu groß.“ Ein wohlbekanntes Gefühl – trotz allem Bemühen komme es zu Hunger, Sünde, Scheitern. „Wir blicken in die Welt und denken, etwas müsste sich ändern, doch mit meiner geringen Kraft kann ich nichts ändern.“

„In dieser stürmischen Nacht können wir fragen: ‚Wo ist Gott?‘“ Jesus Christus bete dort oben auf dem Berg, doch er habe seine Jünger gesehen. „Ihr seid nicht vergessen“, Jesus sehe einen jeden und bete für ihn.

Hoffnung in dunkelster Nacht

„Jesus Christus steigt von dem Berg herab und geht auf dem Wasser auf die Jünger zu“, erzählte Stammapostel Mutschler weiter. Dies zeige, dass Jesus alle Macht habe. Die Jünger seien erschrocken, dachten einen Geist zu sehen. Jesus sei zu ihnen ins Boot gestiegen, der Sturm habe sich gelegt und er sprach: „Seid getrost, ich bin‘s; fürchtet euch nicht!“

„Seid getrost“ – Gott wolle Mut schenken. „Ich bin‘s“ – Gott heiße in der hebräischen Sprache „Jahwe“, dies bedeute „Ich bin, der ich bin“, er ist also standhaft und beständig. Zudem bedeute es „Ich bin mit dir“, er ist demnach allmächtig und lasse niemals jemanden allein. „Fürchtet euch nicht!“ – Jesus besiege die Angst mit seiner Liebe. „Und wir werden den Frieden des Auferstandenen erfahren.“

„Gerade wenn wir alle in größter Not sind, kommt Jesus Christus.“ Er steige ins Boot und dieses Boot sei die Gemeinde, ein jeder. Denn er habe das Versprechen gegeben, „wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter euch.“

All dies sei in den frühen Morgenstunden passiert, also zwischen drei und sechs Uhr. Dies sei die Zeit, in der die Nacht am dunkelsten und kältesten ist. Dies sei aber auch die Zeit, in der das erste Morgengrauen am nächsten ist. Genau zu dieser Zeit sei Jesus ins Boot gestiegen. „Wenn es die kälteste Nacht der Welt ist, wird Jesus Christus, unser Bräutigam, kommen.“

August 12, 2026

Author: Andreas Rother

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