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Kinderrechte bekommen ein Zuhause

Oktober 20, 2026

Author: Andreas Rother

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Die Neuapostolische Kirche schafft Raum für Kinderrechte: In Süddeutschland wird ein früheres Gotteshaus umgebaut. Was dort entsteht, bestimmt die junge Generation jetzt schon mit.

Die Kirche ist profaniert, ihre nächste Aufgabe steht fest: Das Gebäude in der Karlsruher Bienwaldstraße soll Kinderrechten ein Zuhause geben. „Forum K“ heißt das Projekt der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel. Als deutschlandweit erste dauerhafte Adresse für Kinderrechte kündigt die Projektbeschreibung das Haus an.

Bis es so weit ist, wird gebaut. Den Auftakt feierten die Beteiligten am 18. September 2026 mit einem Baustellenfest. Mitte 2027 soll der Betrieb beginnen. Davon berichtete die Neuapostolische Kirche Süddeutschland auf ihrer Website.

Die Kirche baut mit

Die Neuapostolische Kirche Süddeutschland ist Bauherrin und Projektpartnerin. Mit der Stiftung hat sie eine Nutzungsvereinbarung für 20 Jahre geschlossen. Auf rund 600 Quadratmetern soll das ehemalige Gotteshaus zum Begegnungs- und Lernort werden.

Den Anstoß für die neue gesellschaftliche Nutzung gab maßgeblich Bezirksapostel i. R. Michael Ehrich. Er wollte das Gebäude über seine kirchliche Nutzung hinaus für die Menschen vor Ort bewahren.

„Mich hat von Beginn an überzeugt, dass dieses Gebäude nicht einfach nur umgenutzt wird, sondern eine neue Aufgabe erhält, die zu seinem Charakter passt: Menschen zusammenbringen, Orientierung geben und Verantwortung fördern“, sagte er beim Baustellenfest. Unter den Gästen waren auch die Karlsruher Sozialbürgermeisterin Yvette Melchien und Ministerpräsident a. D. Günther H. Oettinger.

Kinder reden mit

Was gehört in ein Haus für Kinderrechte? Dazu wurden die künftigen Nutzer bereits während der Konzeptentwicklung gefragt. Schülerinnen und Schüler der Ernst-Reuter-Schule Karlsruhe brachten ihre Vorstellungen ein, weitere junge Menschen beteiligten sich an einer Online-Befragung.

Ihre Wünsche und Erwartungen fließen in das Forum K ein. Die Beteiligung ist damit schon vor dem Umbau Teil des Projekts: Kinder und Jugendliche sollen mitgestalten, was sich später an sie richtet.

Vorgesehen sind Workshops und Mitmachausstellungen sowie Räume für Kreativität und Bewegung. Neue Medienformate sollen jungen Menschen Gelegenheit geben, ihre Sichtweisen einzubringen.

Erwachsene lernen mit

Das Angebot reicht über die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hinaus. Schulen und Fachkräfte gehören ebenso zu den Zielgruppen wie Politik, Medien und gesellschaftliche Initiativen. Für den Austausch sind unter anderem Fachtage und Kongresse geplant.

Ab Mitte 2027 soll das Forum K ein Ort zum Lernen, Mitmachen, Entdecken und Begegnen werden. Geplant sind Workshops, Mitmachausstellungen, Fachtage und Kongresse ebenso wie Kreativ- und Bewegungsräume. Auch neue Medienformate sollen entstehen, in denen Kinder und Jugendliche ihre Sichtweisen einbringen können.

Oktober 20, 2026

Author: Andreas Rother

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