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Kraftquelle: Auferstehungsglaube

Mai 12, 2026

Author: Sophie Berg

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Die Auferstehung Jesu ist mehr als ein Sieg über den Tod: Sie offenbart Gottes Plan, den Menschen für die ewige Gemeinschaft mit ihm zu verwandeln.

„Das Osterfest ist das Fest der Allmacht Gottes“, leitete Stammapostel Jean-Luc Schneider den Gottesdienst am Ostersonntag, 5. April 2026 in Metz (Frankreich) ein. Er bezog sich damit auf das der Predigt zugrundeliegende Bibelwort aus 2. Korinther 4,14: „Denn wir wissen, dass der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird uns auch auferwecken mit Jesus und wird uns vor sich stellen samt euch.“

Auferstehung – Zeichen göttlicher Macht

Indem Gott Jesus von den Toten auferweckt habe, habe er bestätigt…

  • „…, dass Jesus der Messias war, der Sohn Gottes, den er auf die Erde gesandt hatte“ und, „dass seine Botschaft wahr war.“
  • …, dass „Gott allmächtig war.“ Weder die politische noch die militärische noch die religiöse Macht noch die Gesellschaft noch die Wachen oder der Stein am Grab – „nichts konnte die Auferstehung Jesu Christi verhindern.“
  • …, dass „die Auferstehung eine göttliche Offenbarung war“, die deutlich mache, worin die Erlösung bestehe. Gott wolle nicht nur von Leid und Tod befreien, sondern „radikal verwandeln. Ich will euch eine neue Natur geben, die göttliche Natur, die fähig ist, in seinem Reich in ewiger Gemeinschaft mit Gott zu leben.“

Vom Verborgenen zur Verkündigung

Als Auferstandener sei Jesus den Jüngern begegnet, was sie „tiefgreifend verwandelt hat.“ Erst ängstlich, schwach und im Verborgenen, dann mit „dem Empfang des Heiligen Geistes“ seien sie losgezogen und „begannen die Auferstehung zu predigen, Jesus Christus, sein Heil, seine Botschaft zu verkünden.“ Der Widerstand sei derselbe gewesen – Politik, Militär, Religion, Gesellschaft – doch in den Jüngern habe die Kraft des Auferstandenen gelebt.

Dieser Glaube an die Auferstehung habe auch den ersten Christen, die Jesus nicht mehr wahrhaftig begegnet seien, „eine unglaubliche Kraft“ gegeben. „Angefangen bei Apostel Paulus“ – verfolgt, geschlagen, schwach, krank, schmächtig – „aber welche Kraft!“ Der Glaube an die Auferstehung habe es möglich gemacht, dass er „das Evangelium im gesamten Mittelmeerraum“ verbreitet habe. Die erste Gemeinde in Korinth habe laut Paulus aus einfachen Leuten bestanden: wenig Gebildete, wenig Reiche. „Was für einen Energie!“, rief der Stammapostel aus, „sie verkündeten Christus, die Auferstehung, die Botschaft des Evangeliums.“

Stark durch die Auferstehung

„Und heute?“, fragte der Kirchenleiter. Zweitausend Jahre später sei dieselbe Kraft der Auferstehung immer noch am Werk. Mögen auch die heutigen Apostel und die Kirche schwach und unvollkommen erscheinen, „niemand kann Gott daran hindern, den nächsten Schritt zu tun, die erste Auferstehung.“

Der Glaube an die Auferstehung „gibt uns Kraft, macht uns stark, schenkt uns Energie, die die Welt nicht verstehen kann.“ Denn er schenke:

  • Gewissheit: „Ich weiß, wohin ich gehe.“ Gottes Plan sei bekannt und man vertraue ihm.
  • Gelassenheit: „Auch wenn heute alles schief zu laufen scheint, weiß ich, dass Jesus mich liebt“ und das Heil für jeden wolle.
  • Hoffnung: Die Herrlichkeit, die Gott bereithalte, sei so groß und herrlich, dass „niemand mehr an die Leiden denken wird, die er auf dieser Erde durchlebt hat.“
  • Motivation: „Er motiviert uns zum Handeln.“ Man trenne sich von allem, was von Christus entferne.
  • Einheit: Bei aller Vielfalt und Unterschiede gebe der Glaube an die Auferstehung Kraft und Macht, Spaltungen zu überwinden. „Das ist es, was uns verbindet.“ Und je stärker dieser Glaube sei, desto fester sei die Einheit.

Der gleiche Lohn für alle

Paulus gebe in seinen Briefen Hinweise zur ersten Auferstehung. „Er erklärt, dass die Toten und die Lebenden zur gleichen Zeit auferstehen werden“, erläuterte Stammapostel Jean-Luc Schneider. Denn die Toten gingen, wenn sie sterben, nicht in den Himmel zu Jesus, sondern ins Jenseits.

Außerdem werde Paulus „mit euch auferstehen und wir werden gemeinsam vor Christus erscheinen.“ Er wolle keine Unterschiede, sondern „nichts anderes als das, was Jesus den anderen Gläubigen der Gemeinde gibt.“ Gott wolle dem Ersten und dem Letzten dasselbe geben, denn niemand könne Gnade und Erlösung verdienen.

Gott sei gerecht. Er „gibt jedem die Kraft, die er braucht, um das zu tun, was er von ihm verlangt.“ Dem Kranken, die Kraft sein Kreuz zu tragen, dem Geistlichen, die Kraft seinen Auftrag zu erfüllen. Er verlange von jedem das Beste aus dem zu machen, was er ihm gegeben habe. „Und er wird allen denselben Lohn geben, den Jesus verdient hat und den keiner von uns verdienen kann.“

Ja oder nein im Hochzeitssaal

„Es gibt keine erste und keine zweite Klasse im Hochzeitssaal. Es heißt ja oder nein“, untermauerte der Stammapostel und bezog sich auf die falsche Bescheidenheit einiger, die auch „mit dem letzten Platz auf dem letzten Stuhl im Hochzeitssaal“ zufrieden seien. „Gott erwartet von uns, dass wir an die Auferstehung glauben und alles tun, dass wir unsere Liebe zum Herrn beweisen, unseren Wunsch, bei ihm zu sein.“

Wenn der Herr komme, „werden wir dem Auferstandenen begegnen und Jesus so sehen, wie er ist.“ Diese Begegnung „wird uns tiefgreifend verwandeln. Wir werden einen neuen Leib haben, eine neue Natur, eine neue Kraft, eine neue Stärke.“ So „werden wir auf die Erde zurückkommen und allen Menschen die Botschaft Christi verkünden, hier unten und in der anderen Welt.“

„Alle, die an die Auferstehung glauben, werden sie erleben und Christus in Ewigkeit dienen können“, bekräftigte der Stammapostel zum Schluss. „Das ist deine Zukunft.“

Mai 12, 2026

Author: Sophie Berg

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