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Was Gott schafft – und was das mit uns macht

Oktober 2, 2026

Author: Andreas Rother

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Er schafft die Welt, erhält sie, wirkt im Leben der Menschen und schenkt schließlich sich selbst: Die Sonntagsgottesdienste im Oktober folgen den Spuren der Werke Gottes.

Was hat ein Garten mit Verantwortung zu tun? Warum führt der Blick auf die Schöpfung zur Dankbarkeit? Wo lässt sich Gottes Wirken im eigenen Leben entdecken? Und was ist eigentlich sein größtes Werk?

Vier Sonntage, zwei Themenpaare und ein gemeinsamer Weg: Im Oktober geht es zunächst um die Schöpfung, dann um die Werke Gottes. Dabei wandert der Blick vom Menschen und seiner Umwelt immer weiter zu Gott selbst: zu dem, der alles geschaffen hat, der handelt und hilft – und der aus Liebe sogar seinen Sohn gibt.

Was in unsere Hände gelegt ist

Los geht es Anfang Oktober im Garten. Genauer gesagt: im Garten Eden. Dort setzt Gott den Menschen hinein, „dass er ihn bebaute und bewahrte“. Und diese beiden Tätigkeiten haben es in sich.

Bebauen heißt gestalten und entwickeln. Bewahren heißt schützen und erhalten. Herrschaft über die Schöpfung bedeutet deshalb gerade nicht Ausbeutung, sondern Verantwortung. Der Mensch soll guter Verwalter dessen sein, was Gott gehört.

Und dafür muss niemand erst die ganze Welt retten. Verantwortung beginnt genau dort, wo der Mensch steht: in der Familie, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz oder in der Gemeinde.

Wer hinter allem steht

Eine Woche später wechselt die Perspektive: vom Geschöpf zum Schöpfer. Die Offenbarung des Johannes öffnet dafür den Blick in den Himmel. Gott sitzt auf dem Thron, die himmlischen Wesen beten ihn an: „Du hast alle Dinge geschaffen.“

In dieses Loben und Danken einzustimmen, endet allerdings nicht an der Kirchentür. Es zeigt sich auch im Vertrauen auf Gott, im eigenen Handeln, im Umgang mit den Mitmenschen und mit der Schöpfung.

Und schließlich: Die Schöpfung hat nicht nur einen Anfang, sondern auch ein Ziel. Gott wird sein Werk vollenden.

Wo Gott wirkt

Mitte Oktober wird es persönlich. Psalm 40 blickt zurück auf erlebte Hilfe: Rettung, Trost, Vergebung. Doch der Psalmist entdeckt darin mehr als eine Reihe glücklicher Fügungen. Hinter den Erfahrungen erkennt er Gottes umfassenden Heilswillen.

Dabei bleiben Fragen offen. Gottes Gedanken sind größer als menschliches Denken. Nicht alles lässt sich erklären, nicht jeder Weg sofort verstehen. Dennoch richtet sich Gottes Handeln auf Heil und Gemeinschaft mit ihm.

Und das ändert alles. Der Psalmist spricht von einem „neuen Lied“. Das ist mehr als Gesang: Hoffnung, Liebe, Geduld und Versöhnungsbereitschaft werden im Leben sichtbar.

Was Liebe schafft

Ende Oktober kommt der rote Faden an seinem Ziel an: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab.“ Das bekannte Wort aus Johannes 3 macht deutlich, von wem die Initiative ausgeht: Nicht der Mensch arbeitet sich zu Gott vor, sondern Gott wendet sich dem Menschen zu.

Und er gibt das Kostbarste: seinen Sohn. Gottes Liebe wird damit konkret – in der Menschwerdung Jesu, in seinem Wirken, Leiden und Sterben und in seiner Auferstehung. Gott selbst überbrückt die Distanz zwischen Schöpfer und Geschöpf und öffnet den Weg zur Gemeinschaft mit ihm.

Damit schließt sich der Kreis: Am Anfang steht der Gott, der die Welt schafft und sie dem Menschen anvertraut. Am Ende steht derselbe Gott, der aus Liebe handelt, um den Menschen zu retten.

Foto: egon999 – stock.adobe.com

Oktober 2, 2026

Author: Andreas Rother

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