Wie schmecken Bibel-Rezepte? Wie lebten die Menschen zur Zeit Jesu? Welche Zitate sorgen für Lacher? Erfahrungen zum Facettenreichtum der Bibel aus Westdeutschland.
Speisen, wie zu biblischen Zeiten – das probierten die gut 50 Gäste des eigens dafür hergerichteten Parkplatz-Restaurants der Gemeinde Neuss (Deutschland) am 13. Juni 2026 aus. Die Jugendlichen trafen sich am Vormittag, um für das Drei-Gänge-Menü zu schnippeln, zu braten und zu kochen.
Anschließend servierten sie ihren Gästen die Gerichte und warteten mit Wissenswertem zu den Speisen und Getränken zu biblischer Zeit auf: „Fun Fact: besonders häufig wird in der Bibel über Wein geschrieben.“ Mit dem „BIBELicious“-Kochen wurden Spenden für die Anreise und Unterkunft beim Youth Festival 2026 in Frankfurt am Main gesammelt.
Eine Reise in die Welt der Bibel
Ins Bibeldorf Rietberg (Deutschland) verschlug es die Senioren des Bezirks Minden am 28. Mai 2026 sowie die Familien des Bezirks Hamm am 20. Juni 2026. Hier erlebt man, wie das Leben zu Zeiten der Bibel ausgesehen hat und erfährt Wissenswertes über den kulturellen sowie religiösen Raum im Nahen Osten. Hinzu kommen Einblicke, wie bestimmte biblische Begebenheiten und Gleichnisse im historischen Kontext zur Zeit Jesu verstanden werden wollten. Neben Führungen und Infostation bietet das Bibeldorf die lebensechten Nachbildungen verschiedener Häuser.
Im Ziegenhaarzelt wird erklärt, wie ein Nomade sein Gewand trägt und nutzt. Am Tag wird es für die Bewegungsfreiheit mit einem Gürtel hochgebunden und nachts fungierte es ohne den Gürtel als eine Art Schlafsack, schützte und wärmte. Highlight des Gewands: Mit wenigen Knoten können die Ärmel zu Tragetaschen werden.
In der Synagoge wird erläutert, dass damals ein Gottesdienst nur in Anwesenheit von mindestens zehn Männern gefeiert wurde. Außerdem erfährt man, dass der Beginn der zehn Gebote im hebräischen Original nicht „Du sollst…“ lautet, da dies oft als „Du musst…“ verstanden wird. Sondern es geht eher in die Richtung „Du tust gut daran…“ oder „Ich rate dir…“.
Riesige Figuren aus Schrott, die überall im Bibeldorf anzutreffen sind, bilden Szenen aus der Bibel nach, um biblische Begebenheiten verständlich zu machen. Einblicke in die Lebenswelt zur Zeit Jesu gibt auch das Beispiel, wie Geschäfte abgeschlossen wurden: häufig auf öffentlichen Toiletten – daher stammt auch die Redewendung, dort „sein Geschäft“ zu machen.
Bibelverse mit Humor
Zu einem Spieleabend trafen sich die Jugendlichen des Bezirks Ruhr-Mitte (Deutschland) am 29. Mai 2026. Neben bekannten Spielen wie Werwolf, wurden auch neue Spiele ausprobiert.
Darunter das Spiel „Cards for Christianity“, welches einige Lacher hervorbrachte. Bei diesem Kartenspiel wird das Bibelwissen auf eine neue Art und Weise getestet. Für unterschiedlichste Alltagssituationen wird das jeweilige Bibelwort gesucht.
Zum Beispiel: Eine Karte wird mit der Aussage „Was der Jugendreferent beim Konfirmanden-Camp lieber nicht laut durch das Megafon rufen sollte…“ gezogen und laut vorgelesen. Dann suchen die übrigen Spieler in ihren Handkarten das Bibelzitat aus, das ihrer Meinung nach am besten zu der Aussage passt. Antworten können sein: „… denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lukas 23,34). Oder: „Es ist noch Wein da!“ (nach Johannes 2,10).



Fotos: NAK Westdeutschland































