Pfingsten 2016 – ein Rückblick auf das Fest des Dankens

Frankfurt, ein geschichtsträchtiger Ort – alle Apostel aus Europa, vereint in einer Apostelversammlung – ein Pfingstkonzert der besonderen Güte und eine große Festgemeinde, die einen Dankgottesdienst erlebt: so wird Pfingsten 2016 in Erinnerung bleiben.

Stammapostel Jean-Luc Schneider, der internationale Kirchenleiter der Neuapostolischen Kirche, spricht klare Worte, etwa diese: Viele Menschen würden öffentlich demonstrieren, aber wer demonstriert eigentlich für Jesus Christus? Viele Menschen würden zu allen Themen ihre Meinung sagen, doch wer sagt eigentlich öffentlich, dass er Jesus Christus liebt? Das Bekenntnis zum Herrn, zum eigenen Glauben, zur Kirche sei ein öffentliches Bekenntnis: „Wenn ein Gläubiger zuhause bleibt und feiert das Heilige Abendmahl nicht, hat Jesus Christus einen Zeugen weniger. Eine Stimme erlischt, die sagt: Auch ich glaube an Jesus Christus! […] In einer Welt, wo so viele Leute sich so viel Mühe geben, um ihre Meinung bekannt zu geben, ist das der Weg, den Jesus Christus selbst festgelegt hat: Wenn du wirklich bekennen willst, dass Jesus Christus dein Gott ist, deine Wahrheit, dein Weg zur Erlösung, dann lasst uns doch das Heilige Abendmahl feiern.“ Zeigen, woran man glaubt und was einem wichtig ist – das stand in der Pfingstbotschaft 2016 ganz vorn.

Versammlung aller europäischen Apostel

Alle europäischen Apostel waren gekommen. Und sie waren am Samstagvormittag zu einer Apostelversammlung beieinander. Themen gibt es genug. Diesmal sprach das Kirchenoberhaupt mit ihnen über das Amtsverständnis der Kirche. Im Pfingstkonzert gab er in seiner Ansprache den kurzen Hinweis, dass die Apostel auch viel und intensiv miteinander gebeten hätten: für die Kirche, für jede Gemeinde, für jeden einzelnen und für die Zukunft.

Gelungenes Pfingstkonzert

Das Pfingstkonzert gelang den Akteuren außerordentlich gut: Alte Meister und neue Lieder kombinierten sich zu einem vielseitigen Programm. Zwölf Kinder aus Kapstadt waren auch da und erfreuten die zahlreichen Zuhörer. Ihr „Come, Spirit, Come“ von Nigel Isaacs verzauberte das Publikum. Alle Lieder und Werke waren ausgerichtet auf den Pfingsttag. Stammapostel im Ruhestand Wilhelm Leber, den sein Nachfolger im Amt noch an das Mikrofon für ein Schlusswort bat, lobte die Akteure: „Mir hat besonders die Vielseitigkeit des Programms gefallen.“ Und obwohl es eine großartige stilistische Vielfalt gab, sei doch alles auf die Einheit im Heiligen Geist ausgerichtet gewesen, betonte er.

Pfingsten 2016: Ein Dankfest

Pfingsten, so Stammapostel Schneider, sei das Fest des Dankens! Danken für die Sendung des Heiligen Geistes, für das Bestehen der Kirche Christi, für jedes Wort Gottes, für die Möglichkeit, gemeinsam Heiliges Abendmahl feiern zu können. Und er blickte in die Zukunft: Wer heute Jesus Christus bekenne, den bekennt er einmal im Himmel. Im Grunde ist das doch der Antrieb aller Christen in aller Welt: Jesus Christus bekennen und in den Himmel kommen.

Zahlen und Fakten

2000 Teilnehmer fasste der Saal „Harmonie“ im Messezentrum Frankfurt. Knapp über 150.000 weitere Teilnehmer waren in vielen europäischen Ländern per Satellit zugeschaltet, von Armenien bis Portugal, von Italien bis Island. Auch außerhalb Europas gab es Zuschauer.

In Frankfurt selbst nahmen etliche der eingeladenen Gäste am Gottesdienst teil, etwa der hessische Kulturminister Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz.

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Peter Johanning
19.05.2016
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