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Myanmar – ein Land der Hoffnung und Wünsche

Ist Myanmar wirklich so abgeschlossen, wie oft angenommen wird? Gibt es Einschränkungen? In der Rubrik „Weltweit zuhause“ schauten wir hinter die Kulissen. Nun gibt der zuständige Bezirksapostel Urs Hebeisen ein kurzes Interview über seine Arbeit:

nac.today: Bezirksapostel Urs Hebeisen, Sie sind in der Neuapostolischen Kirche für viele Länder im südostasiatischen Bezirksapostelbereich verantwortlich, auch für Myanmar. Es gilt als ein sehr verschlossenes Land. Stimmt das eigentlich noch?

Hebeisen: Für den Tourismus sind die Türen schon lange offen, aber eben auch nur gewisse Landesteile. Yangon zum Beispiel, die Hauptstadt. Dort sind Industrie, Geschäfte und Investitionen schon länger möglich.

Schöne neue Möglichkeiten

nac.today: Und wie sieht das kirchlich aus? Konnten Sie bislang als Bezirksapostel frei umherreisen?

Hebeisen: Da wo die Touristen hinkamen, war ich natürlich auch. Leider gibt es in diesen Gegenden nur wenige Gemeindemitglieder. Die meisten Missionare kamen nur bis in die Hauptstadt. Jetzt gibt es aber neue Möglichkeiten. Viel wichtiger ist aber, dass überhaupt ein Apostel alle Glaubensgeschwister erreichen kann. Das war jahrelang möglich durch den Apostel David Thang. Der kam in alle Landesteile. Unsere Kirche zählt dort in 18 Gemeinden mittlerweile rund 1300 Mitglieder.

nac.today: Wie oft werden Sie hinfliegen?

Hebeisen: Ich besuche das Land in der Regel einmal pro Jahr.

Wir sind voller Hoffnung

nac.today: Was ist das Besondere an den Menschen in Myanmar?

Hebeisen: Es sind sehr freundliche und liebenswürdige Menschen, die Fremde gerne aufnehmen. Viele Jugendliche und eigentlich alle sind voller Hoffnung, was natürlich die Migration enorm antreibt. Im Allgemeinen sind die Menschen sehr buddhistisch geprägt.

nac.today: Wie sieht dort die Zukunft aus?

Hebeisen: Alle sprechen jetzt von Freiheit. Da sind die Wünsche sehr phantasievoll. Aber es ist doch jetzt ein guter Anfang gemacht geworden. Wir hoffen, dass wir die Kirche, obwohl sie eigentlich nie verboten war, jetzt auf etwas solidere, legale Basis stellen können. Vor allem ist jetzt Bedarf an neuen Kirchenbauten. Außerdem hoffen wir auf Arbeitsplätze für die jungen Menschen, um sie im Lande zu halten.

Foto: NAC Indonesia/ Bei einem kleinen Glaubensbruder in Myanmar zu Hause

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Peter Johanning
2.12.2015
Myanmar, Gemeindeleben