Baustellen besichtigen

„Wenn wir Baustellen betrachten, fragen wir uns, was daraus werden kann. Manchmal zeigt ein Bild, wie es am Ende aussehen soll: Das Bild ist Christus“, sagte Bezirksapostel Michael Deppner bei seiner Ko-Predigt an Pfingsten. Hier ein Überblick über Baustellen von Kirchengebäuden und anderen kirchlichen Einrichtungen.

Gottesdienste auf der Baustelle

Glaubensgeschwister der Gemeinde San Luis (Uruguay) feierten am 13. Juni die Wiedereinweihung ihrer Kirche mit Apostel Edwin Ernst Guigou. Seit 1973 gibt es in San Luis die neuapostolische Gemeinde. Weil sie über Jahre gewachsen ist, musste das Kirchengebäude vergrößert werden. Außerdem wurde das Gebäude äußerlich mehr in die Umgebung integriert.

Während der Umbauphase hatte die Gemeinde keinen Ausweichort, um Gottesdienste zu feiern. Umso mehr freuten sich die Glaubensgeschwister, dass die Arbeiter es immer wieder möglich gemacht hatten, das Gebäude am Wochenende stets so herzurichten, dass dort die Gottesdienstfeier möglich war.

Apostel Ernst wurde von den Bischöfen Fernando Mendá und Ariel Varela begleitet und hielt den Gottesdienst auf Grundlage des Bibelwortes 3. Mose 6,6: „Ständig soll das Feuer auf dem Altar brennen und nie verlöschen“. Außerdem waren Apostel i.R. Carlos Jorge Milioto und Bischof i.R. Edgardo Méndez anwesend, weil sie während ihrer Amtszeit eine besondere Verbindung zur Gemeinde San Luis gepflegt hatten.

Ein Gebäude wird zur Baustelle

Auf eine Wiedereinweihung hoffen die Bewohner des neuapostolischen Seniorenzentrums in Fröndenberg. Das Haus am Lönbach ist eines von zwei neuapostolischen Seniorenheimen in Deutschland und wurde am vergangenen Sonntag von eben diesem sonst idyllischem Bach überflutet.

Am Sonntagnachmittag regnete es so stark, dass der Bach zu einem reißenden Fluss wurde. Der Keller lief voll, aus dem Erdgeschoss mussten die Bewohner schleunigst evakuiert werden, weil das Wasser immer höher stieg, und einige Autos der Mitarbeiter auf dem Parkplatz wurden einfach mitgerissen. Bis spät in die Nacht arbeitete die Feuerwehr daran, den Wasserpegel zu senken. Die Bewohner wurden ab 21 Uhr in die umliegenden Heime gebracht, nachdem Ehrenamtliche vom Roten Kreuz für sie in der benachbarten Schule gekocht hatten.

Bezirksapostel Rainer Storck begutachtete am nächsten Tag die Ausmaße des Schadens vor Ort und sagte: „Ich bin dankbar, dass niemand verletzt wurde oder zu Schaden gekommen ist“. Das Haus wird wahrscheinlich erst in einigen Wochen wieder in Betrieb genommen werden können. Die Stromversorgung muss wieder zum Laufen gebracht werden, Wasser und Schlammreste müssen aus dem Gebäude entfernt werden und alles muss trockengelegt werden. Geschwister der neuapostolischen Gemeinde Fröndenberg unterstützen das Personal auf der entstandenen Baustelle wo sie können.

Eine Baustelle kann besichtigt werden

Eine Baustelle ist seit August letzten Jahres auch eine Kirche in Berlin (Deutschland). Das Gebäude in der Ravensberger Straße gibt es seit 1962 und soll nach der Renovierung den zusammengelegten Gemeinden Berlin-Wilmersdorf und Berlin-Schöneberg eine neue Heimat sein.

Am 16. Juni konnten Gemeindemitglieder und Nachbarn den Kirchenumbau besichtigen. Mitarbeiter des Planungsbüros und der Bauabteilung führten die Neugierigen herum und beantworteten gerne deren Fragen. Das Kirchengebäude wird an die heutigen Anforderungen angepasst: Die Zugänge werden barrierefrei gestaltet, flexible Nebenräume werden gebaut und die Leitungen und Hausanschlüsse werden erneuert.

Die Baustelle ist Geschichte

Bereits fertig ist die Kirche in Tyesseney (Guinea). Am 23. Mai hielt dort Apostel Saa Marc Lèno einen Einweihungsgottesdienst. Vertreter der protestantischen und katholischen Kirche waren anwesend sowie ein Vertreter der Muslime und ein staatlicher Vertreter.

Apostel Lèno predigte auf Grundlage des Bibelwortes: „Und dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen. So sollen nun meine Augen offen sein und meine Ohren aufmerken auf das Gebet an dieser Stätte. So habe ich nun dies Haus erwählt und geheiligt, dass mein Name dort sein soll ewiglich, und meine Augen und mein Herz sollen dort sein allezeit“ (2. Chronik 7, 14–16). Er bat Gott, das Gebäude als Gebetshaus und als Versammlungsort zu segnen und zu heiligen. Außerdem bat er für den Schutz des Gebäudes, dass sich die Gläubigen und Gäste unter dessen Dach wohlfühlen können. Apostel Lèno rief die Gemeinde auf, dem Wort, das in diesem Kirchengebäude verkündet wird, zu vertrauen und versprach, dass der Heilige Geist sich der Fürbitten und Bitten der Geschwister annehmen werde und die Segnungen und Sakramente, die in diesem Haus Gottes gesprochen würden, gültig seien.

Zum Schluss dankte Apostel Lèno allen, die zur Realisierung des Projekts beigetragen hatten.

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Katrin Löwen
9.07.2021
Guinea, Deutschland, Uruguay, Gemeindeleben