Gottes Wunder bewundern

Rückblick halten – für sich ganz alleine oder lieber im großen Kreis? „Wir machen das gemeinsam in der Gemeinde“, so Stammapostel Schneider. Eine Einladung zum Nach-Denken und Danken.

Am Sonntag, 29. Dezember 2019, feierte Stammapostel Jean-Luc Schneider Gottesdienst in Stade (Deutschland). Seiner Predigt legte er Psalm 40,6 zugrunde: „Herr, mein Gott, groß sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweisest; dir ist nichts gleich! Ich will sie verkündigen und davon sagen, wiewohl sie nicht zu zählen sind.“

Herr, mein Gott!

„Wenn wir Rückblick halten auf die Taten Gottes, dann müssen wir uns zuerst einmal bewusstwerden, wer denn der Gott ist, an den wir glauben“ leitete der Kirchenleiter ein. „Unser Gott ist ein Gott der Gemeinschaft, der Gemeinschaft des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

  • Der Vater: „Alles Gute kommt von ihm. Er ist der allmächtige Herr. Gott, der Vater, ist der Gott der Liebe.“
  • Der Sohn: „Wir glauben an den Erlöser. Alle, die ihm vertrauen, werden von ihm gerettet, gerechtfertigt und erlöst.“
  • Der Heilige Geist: „Der unsichtbare Gott wird durch das Wirken des Heiligen Geistes für den Menschen erlebbar. Gott, der Heilige Geist, ist eine Kraft. Er ist der Tröster.“

Wunder Gottes erkennen

Gottes Wunder seien vielfältig erlebbar, erklärte der Stammapostel:

  • Das Schöne in der Gemeinde: „Ich denke an die verschiedenen Zusammenkünfte: Jugendtage, Gottesdienste, Festgottesdienste.“ Das sei alles ein Wunder, etwas, das erstaunen lässt. Dabei sei wichtig: „Das ist nicht der Erfolg, das Resultat unserer Arbeit, unseres Bemühens, unserer Gaben und Kräfte – das kommt von Gott!“
  • Die bedingungslose Liebe Gottes: „Ich hatte mir so viel vorgenommen und habe bei weitem nicht alles gemacht.“ Aber: „Gott liebt einfach weiter, nimmt den Menschen an. Das ist das Wunder der Liebe Gottes.“
  • Der Reichtum des Wortes Gottes: „Das Wort bewirkt so viel! Es hilft den Leidtragenden, den Jugendlichen, den Alten, den Armen, den Reichen. Ein Wunder, das man immer wieder erleben kann!“
  • Die Nähe Gottes zu den Menschen: „Gerade die, die sich in großer Not befinden, die Armen, die Verfolgten, die Flüchtlinge, die Schwerkranken, gerade die erleben am meisten die Nähe Gottes. – Das ist das Wunder in der Anfechtung, in der Trübsal, in den Schwierigkeiten. Das ist unser Gott!“
  • Die Kraft Heiligen Geistes im Menschen: „Geschwister, die es so schwer haben, in unmöglichen Situationen – gerade die dienen weiter, opfern weiter, lieben weiter. Das ist das Wunder der Kraft Gottes. Wir können es erfahren und erleben.“

Gedanken Gottes erahnen

„Gottes Gedanken sind so groß, dass wir sie nicht immer verstehen können“, machte Stammapostel Schneider deutlich. Aber auch da lohne sich ein Rückblick.

  • Es kommt alles anders als erwartet: „Gott lässt das Böse machen. Er lässt es zu. Aber er ist so groß, dass er sich sogar des Bösen bedienen kann, um Gutes zu machen.“
  • Gott ist in den Schwachen mächtig: „Ja, damit haben wir manchmal unsere Probleme. Es wäre doch viel einfacher, wenn wir alle so vollkommen wären, wenn wir nicht so viele Unvollkommenheiten hätten.“ Aber: „Er will in den Schwachen mächtig sein, damit der ganze Ruhm und das Lob zu ihm kommt und nicht zu den Menschen.“
  • Jesus Christus noch näherkommen: „Wir, die Menschen, meinen immer: ‚Eigentlich wissen wir jetzt genug. Und was wir sind, ist eigentlich gar nicht schlecht.‘“ Aber der Heilige Geist dränge zur Entwicklung: „Nein, wir können nicht stehenbleiben, es muss weitergehen. Die Erkenntnis muss noch wachsen. Kommt noch näher zu Jesus Christus.“
  • Errettung durch Glaube und Vertrauen: „Das ist etwas ganz Wichtiges, das möchte ich immer wieder unterstreichen: Glauben heißt nicht nur: ‚Ja, ich glaube, das ist wahr.‘ Glauben heißt schon vom Wort her Vertrauen. Wir vertrauen Gott, dem Vater, dem Schöpfer, der alles gut macht, der uns in die Gemeinschaft mit ihm führt. Er ist mit uns. Er will uns erretten.“
  • Gott wirkt in jeder Sekunde: „Wir wissen gar nicht, wie oft uns Gott geholfen hat. Gott hat uns so viel gegeben, und wir wissen es gar nicht zu schätzen.“ Und das Größte: „Er bereitet uns die wunderbare Zukunft. Er hat ein Erbe vorbereitet.“

Das Fazit des Stammapostels: „Wir preisen Gott für die Reichtümer, die er uns geschenkt hat. Wir vertrauen ihm. Er will unser Heil!“

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Oliver Rütten
5.02.2020
Deutschland, Stammapostel, Gottesdienst