Weltweit zuhause: Zwischen hier und dort

Freude und Trauer liegen manchmal dicht beieinander. Eine Brücke zwischen dem Hier und Dort schlägt das Gedenken an die Entschlafenen – neuapostolische Nachrichten über Auftakte und Abschiede.

Gute Resonanz zum Entschlafenensonntag

In diesem Jahr hatte die neuapostolische Kirchenleitung den Entschlafenensonntag mit einem einheitlichen Motto ausgerufen. „Euer Herz soll sich freuen“ hieß das Motto am 6. November 2016. Alle europäischen Gemeinden unterstellten sich diesem biblischen Gedanken, und auch in etlichen außereuropäischen Gemeinden fand das Motto Anklang.

Zudem hatte die Arbeitsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit in Europa“ zwei Konzepte für Andachten an die Gemeinden weitergeleitet. Darin fand das Thema „Alles hat seine Zeit“ Umsetzung. Bischof Peter Johanning, der innerhalb der Arbeitsgruppe für diese Andachten verantwortlich zeichnete, fasst das so zusammen: „Der Stammapostel und die Bezirksapostel hegten den Wunsch, dass sich neuapostolische Christen innerlich und inhaltlich auf den Entschlafenensonntag einstimmen konnten. Schließlich ist diese Form des Verstorbenengedenkens eine lang gepflegte neuapostolische Tradition. Wichtig war ihnen, dass die Gemeinden mit dieser Tradition sorgfältig im Sinn der Heiligen Schrift umgehen. Auch der Blick über den Gemeindezaun war ihnen wichtig. Es gibt gute Gründe, diese neuapostolische Praxis biblisch, christlich und offen mitzuteilen.“

Begeisterung bei „Lydia“-Premiere

Großes Theater machen kleine Leute derzeit im Großraum Hannover (Deutschland). Ende Oktober feierte das Musical „Lydia – die Purpurhändlerin“ seine Premiere, bis Ende November stehen insgesamt sechs Vorführungen auf dem Programm. Rund 85 Kinder und Jugendliche haben dafür seit Oktober vergangenen Jahres für das Projekt der Neuapostolischen Kirche Niedersachsen geprobt.

Das Musical erzählt von Lydia als einer Fürstentochter, die sich nach langen Jahren der Sklaverei zur selbstständigen Geschäftsfrau hocharbeitet. In einer Zeit der religiösen Vielfalt ist sie beständig auf der Suche. Gott öffnet Lydia das Herz für sein Geheimnis der Mensch gewordenen Liebe in Jesus. So wird sie die erste Christin in Europa. Vor „Lydia“ waren bereits „Joseph“ (2003), „Esther“ (2006) sowie „Franziskus“ (2009) auf die Bühne gebracht worden.

Abschied von Apostel Behr

Abschied vom Apostel i.R. Sieghard Behr nehmen die Glaubensgeschwister aus der deutschen Hauptstadt-Region Berlin/Brandenburg und aus Russland. Er war Anfang November im Alter von 76 Jahren gestorben.

Sieghard Behr diente 41 Jahre als Amtsträger, davon 15 Jahre als Apostel. Zu seinen Aufgaben gehörte auch die seelsorgerische Betreuung in den von Berlin aus betreuten Kirchen in Russland und Asien. „Die Gemeinden, in denen Apostel Behr wirkte, zählen heute noch zu den stabilsten. Er hat die Gemeinden nicht nur zum Predigen besucht, sondern hat mit den Menschen gelebt", betont Bezirksapostel Wolfgang Nadolny.

Die Trauerfeier findet am morgigen Samstag statt.